"Ob ich gefahren bin, liegt im Dunkeln"

Jagd mit Polizei: Buggy-Fahrer streitet alles ab

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Mit diesem Renn-Buggy hielt der 39-Jährige die Polizei auf Trab

München - Nach einer irrwitzigen Verfolgungsjagd kreuz und quer durch die Stadt streitet Sigmar F. alles ab. "Ob ich gefahren bin, liegt im Dunkeln", so der 39-Jährige.

Seine Strategie ist klar. Doch irgendwie will ihm diese Version keiner so recht glauben: Zwei Tage nach der irrwitzigen Verfolgungsjagd kreuz und quer durch die Stadt ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen den Auto-Freak Sigmar F. (39). Der jedoch sagt zur tz: „Ob ich gefahren bin, liegt im Dunkeln.“ Die Polizei beeindruckt das Katz-und-Maus-Spielchen nicht: „Wir haben eine Zeugin, die ihn erkannt hat“, erklärte am Dienstag Polizeisprecherin Claudia Künzel. Die Verkehrspolizei (089/6216-3530) sucht nun weitere Passanten und Autofahrer, die sich von dem Rennbuggy bedrängt oder gefährdet fühlten.

Mit Tempo 121 raste der Renn-Buggy – ein 300 PS starker Ariel Atom – am Sonntag um 15.40 Uhr durch den Altstadt-Tunnel und wurde dabei von zivilen Verkehrsüberwachern gefilmt. Mit Blaulicht hängten sich Polizisten dran. In der Hofgartenstraße kam es zu einer Kontrolle, bei der der Fahrer plötzlich mit Vollgas davonraste. Die wilde Jagd führte über die Maximilianstraße hinauf zum Landtag und über die Maria-Theresia-Straße und Prinzregentenstraße zur Einsteinstraße. Mit teilweise halsbrecherischem Tempo jagte der Buggy durch den Leuchtenbergtunnel und über den Leuchtenbergring zur Anzinger Straße, wo die Polizei eine Sperre errichtet hatte. Kein Problem für den Raser, der einfach mit Tempo 100 über den Gehweg auswich. Sein Beifahrer hatte zu diesem Zeitpunkt, so die Polizei, da schon das Weite gesucht.

Renn-Buggy-Besitzer Sigmar F. gibt sich gegenüber der tz entspannt: „Es gibt keine Beweise, dass ich gefahren bin. Aber ich freue mich darüber, dass mir das angedichtet wird. Dieses Image gefällt mir.“ Einem möglichen Gerichtsverfahren sieht er gelassen entgegen. „Einer der Polizisten sagte bei meiner Festnahme zu seinem Kollegen, dass ich nicht der Fahrer bin.“

dop, jam

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