Nach massiver Kritik

Jagdmuseum entfernt Göring-Trophäen

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Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München

München - Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München hat nach einem Zeitungsbericht drei umstrittene Jagdtrophäen aus der NS-Zeit aus der Ausstellung genommen.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag) berichtet, sind die drei Hirschgeweihe aus dem Besitz von Hermann Göring, die bislang an prominenter Stelle ausgestellt waren, seit wenigen Tagen verschwunden. Jürgen Vocke, Vorsitzender des Stiftungsrates des Museums, bestätigte der Zeitung, dass die Geweihe abgehängt wurden, äußerte sich jedoch nicht zu den Gründen. Die Exponate sollen bis auf weiteres in der Werkstatt des Museums aufbewahrt werden.

Vocke und andere Verantwortliche des Museums waren am Samstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Museum steht bereits seit längerer Zeit in der Kritik, weil es laut „Süddeutsche Zeitung“ von NS-Funktionären gegründet worden sei, sich mit diesem Teil seiner Geschichte aber nicht auseinandersetze. Laut Museumsdirektor Manuel Pretzl beschäftigt sich das Museum jedoch seit Jahren mit der Aufarbeitung und will eine Broschüre und ein Buch zum Thema herausbringen.

dpa

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