Münchens Manager steigern Gehälter

So viel verdienen die Bosse der Stadt

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Flughafen-Chef Michael Kerkloh (l.), Stadtwerke-Boss Kurt Mühlhäuser (M.) und OB Christian Ude dürfen sich über Gehaltszuwächse im vergangenen Jahr freuen.

München - Die Reichen werden reicher und die Armen nicht. Das gilt nicht nur für Hartz-IV-Empfänger oder Rentner, sondern auch für die Bosse der Stadt. Wir nennen die Jahresgehälter der Münchner Manager.

Während bei vielen kleinen Großverdienern die Gehälter im vergangenen Jahr mindestens gleich blieben, legten einige Höchstverdiener kräftig zu! Das zeigt der neue Finanzdaten- und Beteiligungsbericht der Stadt. Darin sind alle Gesellschaften mit städtischer Beteiligung samt der Gehälter der Geschäftsführer verzeichnet. So viel mehr verdienen die Bosse!

Die Spitze bleibt unangefochten: Stadtwerke-Chef Kurt Mühlhäuser und Stadtsparkassen-Boss Harald Strötgen durften sich 2011 über eher kleine Gehaltserhöhungen freuen. Anders der drittplazierte Flughafen-Chef Michael Kerk­loh: Er kassierte 42 000 Euro mehr! Im Salär von 412 000 Euro stecken laut Bericht 150 000 Euro Tantiemen – leistungsabhängige Zulagen.

Das Gehaltsplus aller hier verzeichneten Stadt-Geschäftsführer – ohne Wechsel, ohne Politiker – beläuft sich auf 4,2 Prozent. Zum Vergleich: 2011 stieg die Rente um 0,99 Prozent. Wobei viele Zuwächse – und auch der eine Rückgang – nicht im Grundgehalt, sondern in den Prämien stecken.

So viel verdienen Münchens Bosse!

So viel verdienen Münchens Bosse!

Die Politiker dürfen sich nur über Tarif-Zulagen der Beamtenbesoldung freuen. Der OB bezieht die höchste Stufe B11, die laut Stadt 160 000 Euro Jahresbrutto bietet – inklusive Familienzuschlag, auf den der Kardinal trotz gleicher Stufe verzichten muss. Der Ministerpräsident bekommt noch eine Sonder-Zulage.

Peanuts für die Konzern-Bonzen: Sie kassierten 2011 nach einer DAX-Studie der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der TU München 7,9 Prozent mehr.

David Costanzo

 

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