Wende in mysteriösen Fall 

Wurde die Münchnerin Jennifer (†26) vom Schwiegervater ermordet?

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Jennifer V. wurde nur 26 Jahre alt. Die Familie kämpft nun für die genaue Aufklärung ihrer Todesumstände.

Jennifer V. wurde nur 26 Jahre alt. Die Münchnerin ist auf tragische Weise im Februar ums Leben gekommen. Ihre Familie kämpft seitdem um Gerechtigkeit. Nun scheint es eine Wende in dem mysteriösen Fall zu geben. 

München - Die Familie von Jennifer V. (†26) atmet auf: Ihre geliebte Mutter, Tochter und Schwester aus München erfährt nun – sechs Monate nach ihrem Tod – endlich Gerechtigkeit. Denn die österreichische Staatsanwaltschaft hat Mordanklage gegen den Schwiegervater erhoben! Es ist die Wende in diesem mysteriösen Fall!

Am 2. Februar 2017 verschwindet die Mutter zweier Söhne (2 und 4 Jahre) – sie kommt von der Arbeit nicht nach Hause. Videoaufnahmen zeigen später, wie die gebürtige Münchnerin, die mit ihrem Mann bei Kufstein lebte, von einem Taxibus von der Arbeit abgeholt wird. Die österreichische Polizei geht davon aus, dass Jennifers Schwiegervater am Steuer sitzt. Was dann passiert, ist bis heute mysteriös.

Traurige Gewissheit nach dem spurlosen Verschwinden

Am 1. April bergen Rettungskräfte aus dem Inn in Kirchbichl bei Kufstein eine Leiche. Anhand der Tattoos und ihrer Kleidung wird die Tote als die 26-jährige Mutter identifiziert. Der Schwiegervater, der damals bereits wegen Mordverdacht zwei Wochen in U-Haft gesessen hatte, wird erneut verhaftet. Er bestreitet aber, mit dem Tod der jungen Mutter etwas zu tun zu haben.

Die Obduktion ergibt: Jennifer V., die sich von ihrem Mann in Tirol trennen wollte, war ertrunken. Ob sie dabei bei Bewusstsein war, lässt sich danach nicht mehr klären. Ein Gewaltverbrechen ist zu jenem Zeitpunkt nicht nachweisbar. Doch Jennifers Familie will sich damit nicht abfinden. Sie sind überzeugt: Jennifer starb durch fremde Hand. Eine Facebook-Seite mit dem Namen Gerechtigkeit für Jennifer wird errichtet. Die Hinterbliebenen hoffen auf Hinweise – auch wenn die Ermittler von einem Unglück ausgehen.

Wurde Jennifer doch vom Schwiegervater ermordet?

Jetzt die Wende im Fall: Die Staatsanwaltschaft hat Mordanklage gegen den Schwiegervater (43) erhoben. Bereits dreimal wurde er verhaftet, anschließend wieder freigelassen. Seit 13. Mai sitzt er nun dauerhaft in U-Haft. Die Indizien sind dünn, trotzdem ist die Staatsanwaltschaft überzeugt: Er war der Täter.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hansjörg Mayr gegenüber der Tiroler Tageszeitung: „Dem Mann wird vorgeworfen, seine Schwiegertochter am 2. Februar von der Arbeit abgeholt und zwischen 18 und 20.37 Uhr in Kundl auf eine nicht mehr feststellbare Weise vorsätzlich getötet zu haben.“

Ein Indiz: Der Schwiegervater kaufte kurz nach dem Verschwinden der Frau zwei Handys mit Prepaid-Karten und verschickte damit SMS in ihrem Namen. Außerdem googelte der Tatverdächtige, ob ein abgeschaltetes iPhone geortet werden kann. Das Motiv sehen die Ermittler in der Trennungsabsicht.

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tz

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