Die extralange Konzertkritik

Butt Butt Butt! J.Lo sorgt für Staunen

+
Von hinten wie von vorne ein Augenschmaus: J.Lo

München - Viva la Diva! Bei Jennifer Lopez in der Olympiahalle hat der alte FC-Bayern-Slogan "Butt Butt Butt!" eine ganz neue Bedeutung bekommen: die lange Konzertkritik.

Von hinten toll – von vorne toller! Nicht der beinahe schon historische Hintern von Chef-Latina Jennifer Lopez war das Schönste an ihrer umwerfenden Show in der nicht ganz ausverkauften Olympiahalle. Sondern ihr Lächeln.

Dieses Lächeln! Wie keine andere Superstar-Kollegin gibt einem J.Lo das Gefühl: Die Frau da oben hat gerade so richtig Spaß an der funkelglitzersprühenden Pop-Sause, die rund um sie tobt. Oder sie tut zumindest verflucht überzeugend so, die Dame wirkt ja auch als Schauspielerin.

Aber egal: Jennys Augen leuchteten mit all dem Glitter und Tand um die Wette, und siegten mühelos. Viva la Diva!

Womit nichts gegen ihr steiles Heck gesagt sein soll. Die Kehrseite der Lopezschen Goldmedaille wurde ausführlich in Szene gesetzt und überzeugte ebenfalls restlos.

Münchens Hintern-Horizont wurde weiter an diesem Abend. „Butt“ nennt ja der Amerikaner jene Körperpartie, und es fehlte nicht viel, da hätte die ganze Halle den alten FC-Bayern-Slogan „Butt Butt Butt!“ skandiert. Doch leider blieb kaum Zeit für anatomische Studien – denn es gab viel zu viel zu gucken und zu staunen.

Die 100 heißesten Frauen aller Zeiten: Drei Deutsche sind dabei!

Die 100 heißesten Frauen aller Zeiten: Drei Deutsche sind dabei!

Muskulär überversorgte Revuetänzer mit Zylindern, ein Boxring mitten in der Arena, in dem Championesse Lopez triumphierte – was für Augenfutter! Und dann die Windmaschinen! Überall Windmaschinen, die die Lopez-Mähne furios in Szene setzten.

Jede Frau sollte am Arbeitsplatz so eine Windmaschine stehen haben. Man sieht fantastisch aus damit, sofern es die Bindehaut aushält. Geturnt und gesportelt wurde auch ausführlich, beim TSV Lopez macht die Leibesertüchtigung noch richtig Freude.

Natürlich war nicht alles Gold, was glitzerte. Das alberne und archaische Hip-Hop-Balzverhalten von J.Lo und ihren Toy Boys nehmen die zahllosen Mini-Jennys im Publikum hoffentlich nicht als Vorbild fürs richtige Leben (wir befürchten aber: Tun sie doch). Und, ja, gesungen hat J.Lo auch, durchaus gekonnt.

J.Lo bei der Arbeit (Archivfoto) - am Donnerstag gastierte sie in der Olympiahalle

Doch musikalisch, um es hinternfotzig auszudrücken, war manche Po-Ebene zu überwinden. Der zünftige Lopez-Mix aus Pop, Hip-Hop, Latin und R ’n’ B bringt auf der Wiesn zwar jedes Kettenkarussell zum Fliegen, stand in der Olympiahalle aber trotz feiner Hits wie „Waiting For Tonight“ und des hinreißenden „Baby I Love You“ (leider nur als Playback-Video) zurecht nicht unbedingt im Mittelpunkt. Hier ging’s um die Show – und die war grandios. Power sucht Frau? Hiermit gefunden!

Jörg Heinrich

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare