Jetzt ist es amtlich

Jedes zweite Häuserl wird zugesperrt

München - Jetzt ist es amtlich: Nach sieben Jahren Diskussion hat Rot-Grün gegen die Stimmen der Rathaus-Opposition beschlossen, beinahe jede zweite öffentliche Toilette zuzusperren.

Den Rest sollen die Stadtwerke weiter betreiben. Der CSU-Antrag, alle Klos in Zukunft von den SWM betreiben zu lassen, wurde abgeschmettert.

Das heißt zum einen, dass der Zutritt zu den Bedürfnisanstalten künftig 60 Cent kostet und von 67 Häusln 37 zugesperrt werden. Die SWM werden eine Tochtergesellschaft gründen, die sich um den Betrieb der Anlagen kümmern soll. Bei der Rathaus-CSU wird hinter vorgehaltener gegrummelt: „Da gibt es wieder Pöstchen zu vergeben.“

Die SWM-Tochter soll die Toiletten wiederum an einen privaten Dienstleister weiterreichen, der Vertrag soll über 20 Jahre laufen. Dafür bekommen die SWM 2,94 Millionen Zuschüsse. Das Angebot eines privaten Betreibers, die Klos mit der Gegenleistung von öffentlichen Werbeflächen zu betreiben, hatte Rot-Grün 2010 abgelehnt.

J. Welte

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