Jetzt kommt der Monat der Knochenbrüche

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Michaela Thurmeier versorgt die Snowboard- Verletzung von Benjamin Wolff

München - Ein vereister Gehweg, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – und schon stürzt Anna Rohrmüller (80) auf den harten Asphalt. Diagnose: Schulterbruch. Damit ist sie nicht allein.

Auch Benjamin Wolff (27) hat es erwischt: Beim Snowboarden rutscht er aus, stürzt schwer und bricht sich das Handgelenk. Glück im Unglück: Der Bruch ist nicht kompliziert und kann ambulant behandelt werden.

So unterschiedlich diese beiden Fälle klingen, eines haben sie gemeinsam: Egal ob auf eisiger Straße oder auf der Piste – was Knochenbrüche angeht ist der Januar absoluter Spitzenreiter. Allein in Bayern werden nach Angaben der Techniker-Krankenkasse in diesem Monat durchschnittlich 3 000 Brüche behandelt, 20 Prozent mehr als in den übrigen Monaten. Gefährdet sind Sportler und vor allem Osteoporose-Kranke sowie ältere Menschen. Zwei Drittel der behandelten Patienten sind bereits über 60 Jahre alt.

Für Anna Rohrmüller ist das nur ein schwacher Trost. Sie war schon über Weihnachten in stationärer Behandlung und wird heute auch ihren 80. Geburtstag im Klinikum feiern. Die Laune lässt sich die rüstige Dame deswegen aber trotzdem nicht verderben: „Das hätte alles schlimmer kommen können. Ich bin froh, dass ich im Moment fast keine Schmerzen habe.“

Auch Oberarzt Dr. Neumair macht der rüstigen Seniorin Hoffnung: „In spätestens sechs bis acht Wochen dürfte der Bruch verheilt sein. Bis alles wieder ganz gesund ist, dauert es noch maximal drei bis vier Monate.“

Christoph Lang

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