Jetzt machen sie den Hauptbahnhof dicht

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Umleitung für Fußgänger: An der undichten Decke haben die Arbeiten begonnen

München - Die Tropfsteinhöhle im Untergeschoss des Hauptbahnhof hat bald ein Ende. Die Stadtwerke müssen 20 Millionen Euro investieren, um das Tiefgeschoss wieder flott zu bekommen.

Jahrelang standen bei Regen- und Tauwetter die Eimer rum, um das Wasser notdürftig aufzufangen. Damit ist jetzt Schluss. Im Zuge der Sanierung des MVG-Tiefgeschosses – es verbindet die U1 und die U2 mit dem S-Bahnhof – ist dies die erste Baumaßnahme. Seit ein paar Tagen sind die Durchgangstüren zugesperrt und mit Brettern verschlagen. Die Fußgänger werden umgeleitet.
Die Stadtwerke müssen 20 Millionen Euro investieren, um das Tiefgeschoss wieder flott zu bekommen. Obwohl erst am 18. Oktober 1980 eröffnet, ist eine Sanierung unausweichlich. Von der darüber liegenden Bayerstraße sickert nämlich Wasser in die Decke, und das gelöste Streusalz vom Winter frisst den Stahlbeton auf.

Eimer und Rutschgefahr: Dieses Bild gehört der Vergangenheit an

Doch das Tiefgeschoss soll nicht nur wieder dicht, sondern auch schöner werden. Bis Ende 2013 wird ein Architekturkonzept umgesetzt, das den Bereich heller, freundlicher und übersichtlicher daherkommen lässt.
Übrigens ist das Tiefgeschoss nicht die einzige feuchte Stelle im Bahnhof: Auch in die Haupthalle regnet es rein. Doch hier ist keine Abhilfe in Sicht, weil es Streit um die Finanzierung eines Umbaus gibt.

tz

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