Jetzt schließt der P1-Theatersaal

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14 Meter hohe Decken, ausgefeilte Theaterakustik und spektakuläre Video-Kunst: Der P1-Theatersaal schließt am Wochenende

München - Das P1 verlässt seine Ausweich-Location am kommenden Sonntag. Wie die Pläne für die Zukunft des Clubs aussehen.

Das P1 gibt den Löffel ab – zumindest im Theatersaal, am Sonntag fällt der letzte Vorhang für die spektakuläre Ausweich-Location im Haus der Kunst, der im letzten Herbst mit der Eröffnung des Disco-Theaters feierlich gehoben wurde.

Erstmals seit vielen Jahren wird es für mehrere Wochen keine Heimat für die Stammgäste des P1 mehr geben. Denn die Neueröffnung im frisch renovierten Souterrain lässt noch drei Wochen auf sich warten und ist für den 20. Oktober geplant.

„Six feet under the theatre hall we will be born again this fall“, dichtet die P1-Crew auf der Einladung zu den letzten Tagen, es dürften allerdings etwas mehr als die „six feet under“ aus der gleichnamigen Totengräber-TV-Serie sein, in denen das P1 demnächst fröhlich Auferstehung feiert. Mit den markigen Worten „P1 is dead – long live P1“, verabschiedet sich der Club nun erst mal aus den beeindruckenden Ausweich-Räumlichkeiten mit 14 Meter Deckenhöhe, ausgefeilter Theaterakustik und spektakulärer Video-Kunst.

So groß wie in der Vergangenheit wird im neuen Club allerdings nicht mehr gefeiert. Qualität statt Quantität haben sich die Mannen um Michael Käfer und Franz Rauch für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben, die Heimstätte von Deutschlands bekanntester Disco-Marke soll wieder exklusiver und kleiner werden.

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Es ist nicht das einzige Opening, das im Oktober gefeiert wird, bereits am Wochenende zuvor (15. / 16. Oktober) geht nur einen Steinwurf entfernt das Bob Beaman an den Start, zur gleichen Zeit eröffnet am Stachus der Ruby-Club als Nachfolger des DISCOvery. Mittlerweile steht auch fest, dass dort die Pop-Party des bisherigen Club-Chefs Dominik Linneweber keine Zukunft mehr haben wird, das schwule Feten-Konzept zieht in den N.Y.-Club in der Sonnenstraße. Etwas wehmütig ist Linneweber dabei schon ums Herz: „Fast vier Jahre wurde in den Räumlichkeiten in der Neuhauserstr. 47 wild zur besten Pop- und Partymusik gefeiert.“ Heute ab 22 Uhr also das Finale, bei dem Linneweber zugleich auch seinen Geburtstag feiert, in Tracht ist der Eintritt bis Mitternacht frei.

Thomas Oßwald

Mehr zum Münchner Nachtleben: www.partygaenger.de

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