Gegenüber der tz macht er das Maul auf

Jetzt spricht das Wut-Opfer von Kurt Beck

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Michael D. wurde von Kurt Beck beschimpft.

München - Von wegen Maul halten: Gegenüber der tz spricht der Mann, den der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (63) beim Fest zur Deutschen Einheit wüst beschimpft hatte.

Kurt Beck kurz vor der Verbalattacke auf Michael D. (roter Kreis).

Doch bei der Kritik an den in Schieflage geratenen pfälzischen Prestige-Objekten Formel 1 und Fußball-Arena sah Beck sofort Rot. Für die Attacke hat Michael D. kein Verständnis. „Ich habe ihn nicht persönlich angegriffen. Sein Verhalten ist für mich nicht nachvollziehbar. Er wollte doch den Dialog mit den Bürgern suchen. Wann soll ich als Student ihn mal ansprechen, wenn nicht hier?“, fragt D. Von Beck verlangt er trotzdem keine Entschuldigung. „Das wäre nicht ehrlich von ihm.“ Der Konflikt zwischen Beck und D. ging sogar noch in eine weitere Runde: Als der scheidende Landesvater kurz danach bei einer Podiumsdiskussion Rheinland-Pfalz dafür lobte, keine Studiengebühren zu verlangen, rief D. aus dem Publikum: „Sie machen Schulden und lassen es sich von anderen bezahlen!“ Beck habe daraufhin das Wort ergriffen und die geringe Jugendarbeitslosigkeit seines Bundeslandes im Vergleich zu Spanien gerühmt. Beck rechtfertigte sich für sein Verhalten per Pressemitteilung: „Der Ministerpräsident wurde während eines Interviews von einem Passanten angeschrien. Dagegen hat er sich mit deutlichen Worten verwahrt. Auch ein Politiker muss sich nicht alles gefallen lassen. Und: Wer austeilt, muss auch einstecken können.“

Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit

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Freunde werden die beiden wohl nicht mehr. Wen wundert’s? Hier der rote Beck, Fan des 1. FC Kaiserslautern. Dort Michael D., FC-Bayern-Anhänger und Sympathisant von CSU-Ikone Edmund Stoiber. „Die Tradition, die Heimatliebe, die Landschaft - einfach ein Paradies“, schwärmt er vom Freistaat. Seinen Grundwehrdienst absolvierte er bei den Gebirgsjägern in Berchtesgaden, jetzt lebt er in der Maxvorstadt - und will für immer hier bleiben. Nicht nur wegen der soliden Staatsfinanzen!

Daniel Michel

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