Jex, die Hex': Jessica Toth im Orangehouse

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München - Jessica Toth und ihre Acid-Psychedelic-Doom-Gesellen lassen's im Orangehouse ordentlich rauchen: die Konzertkritik.

Seventies-Okkultrock mit Frauenstimme ist ja derzeit schwer angesagt im (metallmusikalischen) Untergrund. "Hype!" schreien schon die selbsternannten Szenewächter. Doch warum mitschreien, solange die Qualität stimmt? "The Devil's Blood", "Jess and the Ancient Ones" oder "Blood Ceremony" seien aufgeschlossenen Ohrenbesitzern hiermit ausdrücklichst empfohlen. Und selbstverständlich Jex Thoth! Zum zweiten Mal gastierte die 2006 als "Totem" gegründete Band aus San Francisco nun im "Feierwerk" an der Münchner Hansastraße. Und wieder wurde es ein denkwürdiger Abend. Schon "Shever", die vier schweizerischen Doomdeath-Ladies aus dem Triptykon-Umfeld, wussten als Vorband zu überzeugen. Doch als gegen 23.15 Uhr die Bühnenkerzen für Jex Thoth entflammten, kannten die gut 100 Fans kein Halten mehr. Knapp anderhalb Stunden lang gab's die volle Dosis an hypnotischen Riffs und fiebrigen Twin-Guitar-Leads. Und mittendrin: Rauchwaren-Schnuckelchen Jessica, die nicht nur Melissa-auf-der-Maur-like singstöhnen, sondern auch entrückt-lasziv tanzen kann. Anfangs mit Hexenumhang, dann mit zunehmend freiem Blick auf ihre original Seventies-Style Achselhaare. Sie kann's halt tragen, die Jex... Bis bald!

Ludwig Krammer

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