Gundel am Ende ihrer Kräfte

Fuchsberger: Hier findet er seine letzte Ruhe

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Familie, Freunde und Kollegen werden am 22. September im August-Everding-Saal im Grünwalder Freizeitpark von Blacky Abschied nehmen.

Müncehn - Wie gut, wie tröstlich, dass sie alle da sind: die Familie und die Freunde. Gundel Fuchsberger braucht sie nach dem Tod ihres geliebten Blacky († 87) dringender denn je.

Denn nach dem Verlust schwinden ihr die Kräfte. „Sie braucht viel Ruhe“, bat ihr Schwager, Blackys jüngerer Bruder Otmar Fuchsberger (79), am Freitagmittag um Verständnis, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis man Einzelheiten zu den Trauerfeierlichkeiten mitteilen werde. „Wir müssen uns erst einmal sortieren.“ Termin und Ort stehen aber inzwischen fest: Familie, Freunde und Kollegen werden am 22. September im August-Everding-Saal im Grünwalder Freizeitpark von Blacky Abschied nehmen. Der Schauspieler glaubte nicht an Gott und gehörte keiner Kirche an. In diesem Saal fand vor vier Jahren auch die Trauerfeier für den verstorbenen Sohn Thommy statt.

Die Urnenbeisetzung wird auf Wunsch von Gundel Fuchsberger zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis auf dem Waldfriedhof in Grünwald stattfinden, wo auch Sohn Thommy begraben ist.

Um Gundel bestmöglich zu versorgen, traf am Freitagmittag auch ein Arzt an der Villa ein – der 82-Jährigen geht es gar nicht gut, sie liegt im Bett. Der Vortag und der Vorabend – sie waren unendlich lang und kaum zu ertragen.

Um halb 11 Uhr früh ist Joachim Fuchsberger am Donnerstag gestorben, am Abend wurde Blacky schließlich in einem schwarzen Sarg aus seinem Grünwalder Heim getragen – und Gundel stand mit versteinerter Mine am Tor und schaute ihrem Blacky hinterher – es ist seine allerletzte Reise. Gundel kann das alles noch gar nicht fassen. Schwager Otmar und engste Freunde standen ihr in diesen Stunden bei. Gundel konnte nicht schlafen. So brauchte sie gestern besonders viel Ruhe. Otmar Fuchsberger holte das Essen für die ganze Familie bei ­Peter Pongratz in der Grünwalder Einkehr ab. Der Großgastronom, seit vielen Jahren ein guter Freund der Familie und eng in die Planungen eingebunden – wie auch die Enkelkinder Jennifer (25) und Julien-Christopher (22), den Kindern des im Jahr 2010 verstorbenen Fuchsberger-Sohnes Thommy. Beide wurden für Freitagabend in der Villa in Grünwald erwartet. Ebenso wie Joachim Fuchsbergers langjährige Unicef-Mitstreiterinnen Nina Ruge und ­Claudia Graus, die, wenn es um die Not der Kinder in der Welt ging, immer auf ihn zählen konnten. Ihren Besuch hatte sich Gundel Fuchsberger ausdrücklich gewünscht.

Gespräche mit Freunden, ihre Anteilnahme an ihrer Trauer, das ist es, was ihr in diesen schweren Stunden guttut. Freuen wird sie auch, dass am Freitag am Grab ihres Sohnes Thommy auf dem Grünwalder Friedhof Kerzen brannten. Vier ewige Lichter erleuchteten den Spruch: „Aus unserem Leben bist du gegangen, in unseren Herzen bist du geblieben.“

Nicht nur im Herzen seiner Familie, sondern auch seiner vielen Fans wird ­Blacky Fuchsberger bleiben. Wie beliebt der Schauspieler und Entertainer war und ist, das belegten Donnerstagabend die Einschaltquoten für die Altenheim-Komödie Die Spätzünder 2 - Der Himmel soll warten aus dem Jahr 2013, die nach dem Tod Fuchsbergers kurzfristig ins ARD-Programm genommen worden war. 3,68 Millionen Zuschauer wollten den Film sehen – mehr als jede andere Sendung an diesem Abend. Und auch die anschließende Dokumentation über Fuchsberger von Autor Klaus Ickert verfolgten ab 21.45 Uhr immer noch 3,62 Millionen Zuschauer.

Wolfgang de Ponte

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