Prominente Freunde und Kollegen trauern um den leidenschaftlichen Künstler & bayerischen Anarchisten

"Seine Stimme war Heimat“

Jörg Hube starb im Alter von 65 Jahren.
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Jörg Hube starb im Alter von 65 Jahren.

München - Der Tod von Jörg Hube, er schockt Freunde und Kollegen. Die tz hat Stimmen gesammelt.

Lesen Sie auch:Schauspieler Jörg Hube gestorbenOberbürgermeister Christian Ude : „München trauert um einen Freund der Stadt, der Münchner Geschichte wie auch Münchner Charaktere darstellen konnte wie kaum ein anderer. Persönlich trauere ich um einen guten, stets kritischen und unbequemen, aber genauso auch stets hilfsbereiten und engagierten Freund.“

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Schauspieler Jörg Hube gestorben

Kabarettist Dieter Hildebrandt: „Ich bin völlig erschlagen. Jörg Hube war ein großartiger Mensch, voller Energie. Er hatte einen Drang zu erzählen und zu spielen. Er war einer der ehrlichsten Menschen, die ich kennen durfte. Und obwohl er immer seine Meinung sagte, hat er doch Karriere gemacht.“

BR-Intendant Thomas Gruber: „Jörg Hube war ein großer Künstler und ein durch und durch guter Mensch. Wie kein anderer hat er Bayern repräsentiert – liebevoll, warmherzig, spitzbübisch oder auch hart, wenn es sein musste. Ein Charakterkopf mit einer unvergesslichen Stimme, die Heimat und Geborgenheit vermitteln konnte.“

Jörg Hube - Bilder aus seinem Leben

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Schauspielerin Christine Neubauer: „Jörgs Tod geht mir extrem nahe. Ich habe eben erst davon erfahren und stehe noch unter Schock. Er war für mich der erste starke Partner, ein Schauspielkollege, der mich nachhaltig geprägt hat. Fünf Jahre standen wir gemeinsam für die BR-Serie Die Löwengrube vor der Kamera. Ich war noch eine junge Frau und er mein großes Vorbild. Die Ernsthaftigkeit und Leidenschaft, mit der er unseren Beruf gelebt hat, war einzigartig. Jörg gab nie den alten Lehrmeister, sondern war ein Freund, der mir auf Augenhöhe begegnet ist, den ich um Rat fragen konnte. Unsere Wege haben uns in den letzten Jahren leider getrennt, aber immer, wenn wir uns gesehen haben, war sofort wieder diese alte Verbundenheit da.“

Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner: „Als er damals in Café Meineid mitspielte, hat er die große Aura vom Theater mitgebracht. Er war ein so toller Schauspieler, der aus den Figuren mehr herausholte, als ich reingeschrieben hatte. Ich bin tief geschockt.“

Schauspielerin Monika Baumgartner: „Ich habe Jörg Hube während unserer gemeinsamen Zeit am Theater kennen und schätzen gelernt und bin sehr dankbar, dass ich mit ihm arbeiten durfte. Man konnte viel von ihm lernen, auch menschlich. Jörg Hube hat sich nicht verbiegen lassen. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass er tot ist.“

Schauspieler Michael Lerchenberg: „Ich bin ungemein erschüttert. Ich wusste von seiner Krankheit, aber dass es jetzt so schnell ging, damit hätte ich nicht gerechnet. Wir sprachen noch von weiteren Projekten. Jörg Hube wird immer in meinem Herzen bleiben; wir hatten einen ähnlichen Humor und haben immer über viele Dinge geredet. Er ist ein großer Verlust für Bayern. Er war ein Schwergewicht, ja, ein bayerischer Anarchist, der viel bewegen wollte.“

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