Jonathan (21) stirbt in der Todesschlucht

München - Zusammen mit seinem besten Freund Damián hat Jonathan aus München Urlaub in der Touristenstadt Baños in Ecuador gemacht. Der 21-Jährige stirbt im Teufelskessel-Wasserfall

Polizei, Feuerwehr sowie Spezialeinheiten des Roten Kreuzes und Experten vom Auswärtigen Amt waren rund um die Uhr im Einsatz. Doch die verzweifelte Suche nach dem 21-jährigen Jonathan S., der letzte Woche plötzlich verschwunden war, nimmt ein trauriges Ende: Der Münchner ist ertrunken.

Zusammen mit seinem besten Freund Damián machte Jonathan Urlaub in der Touristenstadt Baños in Ecuador. Am Abend des 6. August besichtigen sie den Teufelskessel-Wasserfall am Fluss Pastaza, der für seine reißende Strömung und spitzen Felsen bekannt ist. Gegen 19 Uhr trennen sich die jungen Männer: „Es war dämmrig, und ich sagte ihm, dass wir sofort durch den Fluss schwimmen sollten.

Aber Jonathan wollte nicht, weil er Angst vor der Strömung hatte und meinte, dass er eine Brücke zum Überqueren suchen wolle“, wird Damián C. von der ecuadorianischen Tageszeitung La Hora zitiert. Doch am verabredeten Treffpunkt auf der anderen Flussseite kommt Jonathan nie an. „Nach 25 Minuten begann ich, ihn mit anderen Leuten und Taschenlampen zu suchen. Ich wusste, ihm muss etwas passiert sein.“

Sofort starten Jonathans Verwandten eine große Suchaktion – seine Eltern fliegen nach Ecuador, um die Suche vor Ort mit der deutschen Botschaft zu koordinieren. Auf der Internetseite Facebook solidarisieren sich Tausende User weltweit in der Gruppe „Missing-Jonathan-Missing“. Sie wollen helfen und beten für den gebürtigen Münchner. Sogar eine hohe Belohnung setzen die Eltern aus für den Fall, das jemand den jungen Mann lebend findet. Jonathan bleibt verschwunden.

Diesen Sonntag entdeckt eine Gruppe Kayak-Paddler seine Leiche im Fluss. Es wird davon ausgegangen, dass Jonathan beim Überqueren einer Hängebrücke in die Strömung gestürzt und ertrunken ist. Er ist damit bereits das fünfte Todesopfer, das die Wassermassen des Pastaza Flusses in den letzten drei Monaten gefordert hat.

Christina Lewinsky

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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