Wahl fällt einstimmig aus

Josef Schmid wieder Boss der Rathaus-CSU

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CSU-Kandidat Josef Schmid (44) erntete nach der verlorenen Wahl viel Jubel.

München - Josef Schmid ist einstimmig zum Chef der Rathaus-CSU gewählt worden. Noch haben die Schwarzen sogar die Chance, doch noch an die Regierung zu kommen. Schmid hat sich so oder so viel vorgenommen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die Rathaus-CSU hat ihren bisherigen Chef, Josef Schmid, wieder zum Fraktionsvorsitzenden gewählt – und zwar einstimmig! „Die einhundert Prozent sind eine Bestärkung meines Kurses“, freut sich Schmid. Als OB-Kandidat war er bei der Stichwahl vor fast zwei Wochen Dieter Reiter (SPD) noch mit 43,3 zu 56,7 Prozent unterlegen. Oder winkt Schmid bald gar ein höheres Amt?

Seine Rathaus-CSU hat Schmid nämlich zur stärksten Fraktion gemacht: Die Christsozialen stellen künftig 26 Stadträte. Die erste fraktionsinterne Wahl nach der Kommunalwahl 2014 steht aus Sicht der CSU damit im Zeichen der Kontinuität, der Bestätigung des Vorsitzenden und damit seines Kurses – nämlich die Münchner CSU als liberale und moderne Großstadtpartei zu positionieren. „Meine Fraktion hat mir erneut eindrucksvoll ihr Vertrauen ausgesprochen, dafür danke ich“, sagte der alte und neue Fraktionsvorsitzende. „Wir stehen für Engagement und Kompetenz in der Kommunalpolitik. Wir werden uns weiter für unsere Landeshauptstadt und ihre Bürger einsetzen.“

Die CSU kann sogar noch an die Regierung kommen, wenn Rot-Grün keinen kleinen Partner für eine Mehrheit findet und eine Große Koalition kommt. „Wir werden von Tag zu Tag attraktiver“, stellte Schmid im Stadtrat fest. Dann würde ihm ein Bürgermeister-Amt winken, das er aber – bislang – als Postengeschacher ablehnt.

DAC

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