"Smart City"

Schmid will München zu einer klugen Stadt machen

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Josef Schmid.

München - Die Städte dieser Welt wachsen: mehr Einwohner, mehr Pendler, mehr Verkehr. Die Gefahren: mehr Smog, weniger Grün, immer mehr Ghettos. Darum soll die Stadt der Zukunft schlau sein. Wirtschaftsbürgermeister Josef Schmid (CSU) will München zu so einer „Smart City“, einer klugen Stadt machen!

Die Städte dieser Welt wachsen: mehr Einwohner, mehr Pendler, mehr Verkehr. Die Gefahren: mehr Smog, weniger Grün, immer mehr Ghettos. Darum soll die Stadt der Zukunft schlau sein. Wirtschaftsbürgermeister Josef Schmid (CSU) will München zu so einer „Smart City“, einer klugen Stadt machen!

Energie, Verkehr, Sozialverträglichkeit, Technologie: Die Stadtverwaltung soll zunächst fürs neue Stadtviertel Freiham-Nord ein Gesamtkonzept entwerfen. Damit will Schmid die riesigen Fördertöpfe der EU anzapfen – beim „Smart City“-Projekt sind heuer 108 Millionen Euro an vier Bewerbergruppen zu verteilen! Weil die Regularien nur Dreier-Anträge vorsehen, hat sich München mit Wien und Lyon zusammengetan. Macht rund 25 Millionen für die Gruppe oder einen hohen einstelligen Millionenbetrag für die Stadt. Die Ziele sind klar, aber die Planungen noch nicht sehr konkret:

Mobilität soll nachhaltig sein: Geplant sind multimodale Mobilitätsstationen in Freiham, an denen Privat- und Geschäftsleute mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Radln, Carsharing und Co. organisieren können. Unvermeidbare Autofahrten will Schmid möglichst elektrisch und damit ohne Abgase durch Ladestationen ermöglichen. Vernetzen soll das alles ein „Mobilitätsbutler“ im Smartphone – zum Anmelden und Bezahlen.

Energie soll regenerativ sein: Freiham wird genau wie Riem mit heißem Wasser aus dem Erdinneren versorgt. Das neue Heizwerk steht bereits und arbeitet noch mit Erdgas, nach der Bohrung in mehr als drei Kilometer Tiefe stellen die Stadtwerke auf Geothermie um.

Freiham soll für alle da sein: Bebauung und Infrastruktur wird sozialverträglich geplant.

Die Stadt soll vernetzt sein: Eine städtische Daten-Plattform soll das Leben leichter und die Umwelt sauberer machen. Schmid schwebt etwa eine Smartphone-App zum Einkaufen vor, um Fahrten zum Laden zu vermeiden und Lieferstrecken zu bündeln.

David Costanzo

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