Jubiläum: Komödie im Bayerischen Hof wird 50

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Schauspielerin Michaela May (li.) und Theaterchefin Margit Bönisch freuen sich über das Jubiläum.

München - Die Komödie im Bayerischen Hof feiert heuer Jubiläum. Vor 50 Jahren wurde das Theater im Münchner Nobelhotel Bayerischer Hof eröffnet.

Gratulation: Die Kömodie im Bayerischen Hof feiert ihr 50-jähriges Bestehen – und hat allen Grund zu feiern. Denn welches Privattheater schafft es schon, fünf Jahrzenhte ohne staatliche Subventionen zu überleben! Jübiläum feiert aber nicht nur die Bühne, sondern auch Margit Bönisch, seit 20 Jahren ist sie nun Intendantin. Zum Doppel-Jubiläum ist es ihr gelungen, einen besonders attraktiven Spielplan für 2011/12 zusammenzustellen. Mit viel Prominenz aus Theater und Fernsehen in zehn Premieren.

Den Auftakt macht am 7. September das passend zum Jubiläum in die Anfangsjahre zurückschwingende Musical Sehnsucht nach dem Happy End von Rainer Lewandowski mit 35 Songs vom Star & Teenageridol dieser Ära: Peter Kraus.

Die Pressekonferenz in den Probenräumen in der Plinganserstraße, dort wo’s nach Arbeit riecht, entpuppt sich gleich als kompakter Spielplan-Schnuppertag. Zuerst ein Appetizer zum Musical, in dem sich alles um heiße Parties und junge Liebe dreht: Teenager Melody fetzt die junge Musical-Crew als zünftig rock‚n‘rollig über die Hüfte geworfene Tanz-Gesangs-Nummer auf die kleine Probebühne. Die Regie liegt in den Händen von Karl Absenger, dessen Feuerzangenbowle, seit 2004 Vorweihnachtszeit-Renner, natürlich mit in diese Jubiläums-Saison muss.

Sympathisch von Hausherrin Bönisch moderiert, machen dann die Schauspieler selbst schon mal gespannt auf die kommenden Stücke und ihre Rollen: Pascal Breuer, Sebastian Goder und Torsten Münchow, die man als fesche Striptease-Exemplare aus der Kult-Komödie Ladies Night (auch wieder im Programm) in Erinnerung hat, werben charmant für Gabriel Baryllis Butterbrot. Zwischendurch singt Kerstin Heiles ein Medley aus ihrem Piaf-Abend – mit Partner Christoph Pauli am Klavier. Und Michaela May erzählt, dass sie nach langen Jahren mal wieder mit dem zunächst widerstrebenden Günther Maria Halmer Theater spielen wollte. Sie tun’s jetzt in Toutou, einer Komödie von Daniel Besse und Agnès Tutenuit über eine durch einen „Wauwau“ auf den Hund gekommene Ehe. Hans-Jürgen Bäumler, dessen Eislauf-Ruhm längst von seiner Schauspielerkarriere überstrahlt ist, und Mogens von Gadow verrieten ein bisschen was von dem vorgeblichen Frauenfeind-Männertrio in René Heinersdorffs Zärtliche Machos. „Ich verrate nichts“, sagte verschmitzt Horst Sachtleben. Seine so wunderbar selbstverständliche humorvolle Präsenz macht aber, dass man sich garantiert Ron Clarks Seniorenresidenz-Komödie Eine Bank an der Sonne mit ihm, Maria Sebaldt und Jürgen Thormann anschauen wird.

Malve Gradinger

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