Baldige Gerichtsverhandlung

Jüdisches Museum: Streit um Freischank-Flächen

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Hinter dem Museum darf das Café Makom seine Tische und Stühle aufstellen (Foto), vor dem Gebäude nicht

München - Dürfen zwischen dem Jüdischen Museum am St. Jakobsplatz und der Synagoge Cafétische und Stühle im Freien aufgestellt werden?

In dieser Frage kommt es demnächst zu einer Gerichtsverhandlung zwischen der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) und der Landeshauptstadt München vor dem Verwaltungsgericht.

Stein den Anstoßes ist das Café Makom im Jüdischen Museum in direkter Nachbarschaft zur Synagoge, das von der Stadt betrieben wird. „Es geht darum, ob wir auf der genehmigten Freischankfläche vor dem Museum Tische und Stühle aufstellen müssen“, berichtet der Geschäftsführer des Café Makom, Wolfgang Köck. Er ist auch Betreiber des Stadtcafé im Stadtmuseum auf der anderen Seite des St. Jakobsplatzes.

„Wir würden gerne vier bis fünf Tische am Eingang des Museums aufstellen“, so Köck zur tz. „Die IKG hat das bislang verhindert.“ Köck weiter: „Es soll um Sicherheitsprobleme gehen, ich kann das nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, was da unsicher sein soll.“ Auf der Rückseite des Museums stehen am Spielplatz seit Jahren zwölf Tische, ohne dass es Probleme damit gibt.

Die IKG hat gegen die Genehmigung der Freischankfläche geklagt, zu dem Gerichtsverfahren wollte sie aber keine Auskunft erteilen: „Wir geben keine Stellungnahme zu Sicherheitsangelegenheiten ab“, so IKG-Sprecher Aaron Buck. Von der Stadt gab es bis gestern Nachmittag auch keine Stellungnahme.

CSU-Stadtrat Maria Offman, selbst im Vorstand der IKG vertreten, findet: „Ich würde es begrüßen, wenn Stadt und IKG sich darauf einigen könnten, auf dem Platz Tische und Stühle aufzustellen, um den Platz zu beleben.“

Johannes Welte

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