30 Jugendliche durch Tierabwehrspray verletzt

München - Dieser Spaß ging gründlich daneben: Ein 18-jähriger Bahn-Lehrling hat in seiner Klasse ein Tierabwehrspray versprüht. 30 Jugendliche wurden verletzt, eine 16-Jährige musste sogar ins Krankenhaus.

In einer Lehrwerkstatt der Deutschen Bahn in München-Aubing hat ein 18-jähriger Auszubildender aus reinem Jux ein Spray zur Tierabwehr versprüht und dadurch 30 andere Lehrlinge leicht verletzt. Sie klagten unter starken Reizungen der Schleimhäute und Atemwege, teilte die für die Bahn zuständige Bundespolizei am Donnerstag in München mit.

Während die meisten jungen Leute aus der Elektronikerklasse nach dem Vorfall vom Mittwoch nur kurze ärztliche Betreuung brauchten, musste eine 16-jährige wegen heftigerer Symptome in ein Krankenhaus gebracht und dort wegen Kreislaufproblemen bis in die Abendstunden beobachtet werden. "Drei Lehrlinge hatten Glück und waren gerade auf der Toilette, als das Spray versprüht wurde", sagte Bundespolizei-Sprecher Wolfgang Hauner.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten wollte der Täter nur Spaß machen. "Das ist allerdings gründlich daneben gegangen", sagte  Hauner. Das Spray sei eigentlich zur Abwehr von Tieren wie etwa größeren Hunden gedacht und in etwa vergleichbar mit Pfefferspray. Der 18-Jährige hatte es aus dem unverschlossenen Fach einer 17-jährigen Kollegin genommen.

lby/akg

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