Neue Hilfen beschlossen

Junge Flüchtlinge als Azubis: Stadtrat stimmt zu

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Das Handwerk will junge Flüchtlinge ausbilden.

Ohne Arbeit, keine Integration: Deswegen forderte CSU-Stadtrat und Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer ein Azubi-Projekt für junge Flüchtlinge, am Dienstag stimmte der Stadtrat einstimmig zu.

Die Stadt hat ihre Prognose weiter nach oben geschraubt: Derzeit leben 6400 Asylbewerber in München, darunter 2900 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. Bis Jahresende werde sich die Zahl der Asylbewerber auf 12 000 fast verdoppeln. Darum hat das Rathaus neue Hilfen beschlossen.

Ohne Arbeit, keine Integration: Deswegen forderte CSU-Stadtrat und Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer ein Azubi-Projekt für junge Flüchtlinge, am Dienstag stimmte der Stadtrat einstimmig zu. Ab April übernimmt das Wirtschaftsreferat die soziale Betreuung und Sprachkurse von zunächst 25 Lehrlingen bei 15 Betrieben. Die Kosten liegen bei 150 000 Euro. Später kann das Programm auf 150 Azubis ausgebaut werden. „Für das Handwerk zählt nicht, woher jemand kommt, sondern wohin er will“, sagt Schlagbauer. „Da wir dringend Nachwuchs brauchen, ist uns jeder willkommen, der fleißig ist und zupacken möchte.“

Beim Sozialreferat steigen die Zuschüsse um 1,3 Millionen Euro. Nach einem Rathaus-Beschluss werden 650 neue Plätze für Kurse und Seminare geschaffen – zum Beispiel an der SchlaU-Schule in der Schwanthalerstraße. Mittlerweile erreichen fast alle der 220 Schüler einen Mittelschulabschluss! Dafür hat Schulgründer Michael Stenger 2014 den Bambi für Integration bekommen.

Der Freistaat hingegen greift bei abgelehnten Asylbewerbern aus dem Kosovo weiter durch: Am Dienstag wurden 48 Menschen per Charterflug nach Pristina ausgewiesen.

dac

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