Ab 1. Juni: Neue Auto-Regeln für die Altstadt!

München - Ab dem 1. Juni wird die Blaue Zone, die bisher in drei Altstadt-Quartieren gilt, um ein Gebiet erweitert. Diese Bereiche werden zur Zone 30. Nachtschwärmer mit Auto müssen blechen. 

Außerdem wird für das Parken länger abkassiert: bis 23 Uhr. Eine kleine Verkehrsreform im Herzen der Stadt steht also bevor. Sie soll mehr Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität für Fußgänger bringen. Die tz erläutert die Neuigkeiten:

  • Die Blauen Zonen Kreuz-, Hacken- und Graggenau-Viertel wurden vor rund zehn Jahren eingerichtet, um den Schilderwald in Die Blauen Zone im Überblickden Straßen der Innenstadt auszudünnen. Nur an den Zufahrten wurden auf einem größeren Schild die Parkregeln erklärt, innerhalb der Quartiere signalisierten farbige Striche auf der Fahrbahn, wo wie lange und zu welchem Zweck hier ein Fahrzeug abgestellt werden darf. Blau bedeutet Parkplatz, Orange heißt Ladezone. Zur neuen Blauen Zone wird das Angerviertel (zwischen dem Rosental und der Hauptfeuerwache sowie zwischen Tal und der Frauenstraße).
  • Runter vom Gas: Auf einen Antrag der Grünen hin beschloss der Stadtrat Ende 2010, hier generell das Tempo auf 30 zu drosseln. Ausnahmen bleiben der Oberanger, die Maximilianstraße und (bis zu seiner Umgestaltung) das Tal. Die flächendeckende Geschwindigkeits-Beschränkung ist eine Voraussetzung für die Öffnung einiger Einbahnstraßen: Radler dürfen wohl bald auch die Damenstift- oder die Herzog-Wilhelm-Straße in Gegenrichtung befahren. Um die 20 Einbahnstraßen werden vom KVR noch auf ihre Tauglichkeit untersucht.
  • Nachtschwärmer mit Auto müssen blechen: Für motorisierte München-Besucher wird es abends teurer. Bisher wurde nur bis 19 Uhr an den Parkautomaten abkassiert, 2,50 Euro pro Stunde. Der Parksuchverkehr habe in den letzten Jahren in der Altstadt in den Abend- und Nachtstunden erheblich zugenommen, heißt es aus dem KVR. Aus umliegenden Parklizenz­-Gebieten, in denen bis 23 Uhr bezahlt werden muss (wie z.B. im Glockenbachviertel) seien viele Besucher in die billigere Altstadt ausgewichen und hätten dort ihr Glück versucht. Nun wird dort von 19 bis 23 Uhr für jede Stunde ein Euro verlangt. Das werde den Parkdruck zu Gunsten der Anwohner verringern, hofft man im KVR.

Barbara Wimmer

KVR-Referent will die Stadt entschleunigen

tz

Rubriklistenbild: © Kruse

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