Frist endet um Mitternacht

Äffchen Mally: Letzte Chance für Bieber

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Der Affe Mally des kanadischen Sängers Justin Bieber hockt in München im Tierheim München-Riem auf einem Stofftier, das neben ein iPad gelegt wurde, auf dem ein Foto des Sängers zu sehen ist.

München - Justin Bieber bleiben nur noch wenige Stunden, um sein Äffchen Mally zurückzufordern. Versäumt er die Frist, wird sein ehemaliges Haustier eingedeutscht und an einen geheimen Ort gebracht.

Entscheidungsfrist für Justin Bieber: Bis Freitagnacht hatte der Superstar Zeit, um seinen Affen „Mally“ aus einem Münchner Tierheim zu holen - danach geht das Kapuzinermännchen offiziell in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über. Das Tier des Kanadiers werde eingedeutscht, bestätigte das Bundesamt für Naturschutz am Freitag in Bonn.

Es gilt als wahrscheinlich, dass der Affe dann in einen deutschen Zoo gebracht wird. Dass „Mally“ aber ein Medienstar in der Größenordnung des kleinen Eisbären Knut wird, ist unwahrscheinlich: In welche Stadt er kommt, will die Behörde nämlich nicht sagen - der Affe müsse vor Paparazzi geschützt werden, sagte Sprecher Franz Emde. Sicher sei nur, dass der Affe sehr glücklich sein werde. Weil Bieber bei der Einreise nach Deutschland Ende März für seine „Believe“-Tour keine Papiere für das Tier dabei hatte, wurde sein Haustier am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt.

Ob Bieber eine Strafe in fünfstelliger Höhe zahlen muss, ist unklar

Ob Justin Bieber eine normalerweise fällige Strafe über mehrere zehntausend Euro und Unterbringungskosten für den Kapuzineraffen zahlen muss, ist noch unklar. Da es keine Vereinbarung mit den Behörden in den USA gebe, müsse eine Strafe nicht vollstreckt werden, erklärte Abteilungsleiter Dietrich Jelden vom Naturschutz-Bundesamt. Bei einem künftigen Auftritt Biebers in Deutschland könne das Amt den Bescheid aber persönlich übergeben - dann wäre Bieber unter Zugzwang und müsste zahlen.

Im Münchner Tierheim freuen sich die Angestellten dagegen, dass der Wirbel um „Mally“ bald zu Ende geht. Vor allem in den ersten Wochen hätten täglich erboste Fans des Teenie-Stars angerufen und das Heim aufgefordert, „Justin sein Äffchen“ zurückzugeben, sagte eine Mitarbeiterin.

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dpa

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