Tierschützer fordern:

Gebt Justin Bieber "Mally" nicht zurück!

München - Das Tourmanagement von US-Sänger Justin Bieber  will dessen Kapuzineräffchen aus dem Münchner Tierheim holen. Tierschützer fordern aber, "Mally" dem Star nicht zurückzugeben.

Nachdem der Zoll das Äffchen namens „Mally“ ins Münchner Tierheim brachte, meldete sich dort am Mittwoch das Organisationsteam, wie Tierheimleiter Karl-Heinz Joachim sagte. Die Tourbetreuer hätten um Kontaktdaten der Behörden sowie um Informationen über die notwendigen Unterlagen gebeten.

Einige Tierschützer forderten, den Affen in eine Auffangstation zu geben, auch wenn Bieber die Papiere noch vorlegen sollte. „Mally ist erst 14 Wochen alt. Sie von ihrer Mutter zu trennen und als lebendiges Kuscheltier mit auf Tournee zu nehmen, kann man nur als Tierquälerei bezeichnen“, sagte die Sprecherin von Animal Public, Laura Zimprich.

Auch habe er bei der Einreise nach Deutschland gegen das Artenschutzgesetz verstoßen, weil er keine Papiere für das Tier hatte. Für die Verstöße müsse der Sänger bestraft werden, teilte der Deutsche Tierschutzbund am Mittwoch in Bonn mit. Die Maximalstrafe für einen solchen Verstoß liegt laut Bundesnaturschutzgesetz bei 50.000 Euro.

Laut Tierschutzbund ist nun zu klären, wie Bieber überhaupt ohne Papiere für den Affen aus den USA ausreisen konnte. Zudem solle Bieber für alle entstandenen Kosten aufkommen. „Außerdem erwarten wir, dass er seinen großen Einfluss bei Facebook und Twitter nutzt, sich zu entschuldigen und sich zukünftig stärker für den Tierschutz einzusetzen“, sagte Verbandspräsident Thomas Schröder.

Justin Biebers Affe Mally: So geht's ihm im Münchner Tierheim

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Der Zoll hatte das 14 Wochen alte Kapuzineräffchen am Donnerstag am Flughafen beschlagnahmt - vor Biebers erstem Deutschland-Konzert der aktuellen Tournee. Es fehlten die nötigen tierseuchen- und artenschutzrechtlichen Dokumente. Knapp vier Wochen hat der 19-jährige Musiker Zeit, die Unterlagen nachzureichen. Dann bekäme er seinen Affen zurück - ansonsten soll das Tier in einen Zoo kommen. Vier Tierparks in den USA, Großbritannien und den Niederlanden haben schon angeboten, den Affen aufzunehmen. In private Hände werde das Äffchen nicht gegeben, sagt Tierheimleiter Joachim. Derzeit kümmere sich ein Tierpfleger als ständige Bezugsperson um das Äffchen.

Biebers Management bestätigte den Kontakt, wollte aber keine weiteren Auskünfte geben. Das Hauptzollamt München habe von Bieber bis Mittwochmittag noch nichts gehört, sagte ein Behördensprecher.

dpa

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