Justiz kassiert 429.000 Euro von Drogenhändler

München - Trotz einer Durchsuchung im August 2010 setzte Jan A. den schwunghaften Handel mit den Kräutermischungen fort. Jetzt verurteilte ihn das Amtsgericht zu einer Haftstrafe. Zudem muss er 429.000 Euro zahlen.

Die Kräutermischungen, mit denen Jan A. (49) aus München handelte, hatten wohlklingende Namen wie „Aura Diamond“, „Bonzai Summer Boost“, Jamaican Spirit“ oder „Flower Power“. Das Zeug hatte eines gemeinsam: Es enthielt synthetische Cannabinoide, also Stoffe, die ähnlich wie Haschisch wirken. Sie fallen unter das Betäubungsmittelgesetz. Trotz einer Durchsuchung im August 2010 setzte Jan A. den schwunghaften Handel mit den Kräutermischungen fort. Jetzt verurteilte ihn das Amtsgericht zu einem Jahr und zehn Monaten Haft. Was den Kaufmann aber noch härter trifft: Die Justiz kassiert von ihm 429 000 Euro – als „Gewinnabschöpfung“ für den Drogenhandel.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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