Graffiti und Flugblätter im Visier

Proteste gegen Justizzentrum: Polizei sucht Zeugen

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So soll das geplante Justizzentrum am Leonrodplatz einmal aussehen

München - Immer wieder gibt es Proteste in Form von Graffiti-Schmierereien gegen das geplante Justizzentrum am Leondrodplatz. Nun wurden zudem Flugblätter mit anarchistischen Parolen verteilt. Die Polizei sucht Zeugen.

Auf rund 90.000 Euro wird der Sachschaden durch die etwa 60 angezeigten Graffiti-Schmierereien im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Justizzentrums am Leonrodplatz geschätzt. Seit Oktober 2012 schreiben Unbekannte immer wieder Parolen wie zum Beispiel "Justizzentrum verhindern" und "justizzentrumverhindern.noblogs.org" an die Wände der Häuser in der näheren Umgebung. Doch vor allem anarchistische Redewendungen wie "Revolte heißt Leben", "Burn all Prisons", "Smash the state" oder "Bullen angreifen" sind der Polizei ein besonderer Dorn im Auge.

Am Donnerstagabend vergangener Woche (6. Juni 2013) verteilten fünf Personen zudem Flugblätter in der Umgebung des Leonrodplatzes. Die Überschrift lautete "Strafen und Bestraft werden – Gegen das neue Justizzentrum am Leonrodplatz". Am Schluss stand die Aufforderung: "Lasst uns die Revolte beginnen!" Auf den Flugblättern war zudem ein Foto von einem zusammenstürzenden Gebäude abgedruckt.

Nun sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können. Dies bezieht sich sowohl auf die Graffiti-Schmierereien als auch auf die Aktion mit den Flugblättern. Ansprechpartner sind die Beamten auf jeder Polizeidienststelle. Aber auch ein Anruf unter der Nummer 089/2910-0 ist möglich.

mm

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