Und auch der Richter ist sauer

Fonsis Wut-Auftritt vor Gericht

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„Ja, spinnst?“ Fonsi will seinem Ex-Agenten keine Provision zahlen. Ein Gerichtsvergleich scheiterte

München - "Mei, ihr seid’s doch alle narrisch hier!" Im Oberlandesgericht (OLG) gibt es ausnahmsweise mal nichts zu lachen für den Kabarettisten Christian Springer.

Mei, ihr seid’s doch alle narrisch hier!“ Die Zornesader schwillt an seiner Stirn, dunkelrot ist sein Gesicht: Im Oberlandesgericht (OLG) gibt es ausnahmsweise mal nichts zu lachen für den Kabarettisten Christian Springer, der in seiner Rolle als Pförtner Fonsi berühmt wurde.

Am Mittwoch stand er vor Gericht: Sein früherer Agent Roland F. fordert nach seiner Kündigung noch Provisionen ein – es geht um rund 80 000 Euro. Und darüber regt sich Fonsi fürchterlich auf. Mehrfach beschwert er sich beim Richter: „Die Beschuldigungen treffen mich hart. Das tut richtig weh!“ Lügen, Untreue, schlechte Arbeit – die Liste der gegenseitigen Vorwürfe ist lang …

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Angeblich soll Fonsi dem Agenten im März 2011 nicht fristgerecht gekündigt haben, auch das Schreiben enthielt wohl fachliche Fehler. Das größere Problem aber ist der Betreuungsvertrag. Fonsi: „Den habe ich gar nicht richtig gelesen. Ich habe Roland vertraut, mache viele Geschäfte per Handschlag.“

Fakt ist: Agent F. ist ein Fuchs, kassierte zuletzt 20 Prozent aus Fonsis Einnahmen – seit 30 Jahren betreut er Künstler. Er will weiter kassieren und zweifelt die Kündigung an. Mit einer Klage scheiterte er vor dem Landgericht. Jetzt zog F. vor das OLG: Er will 80 000 Euro Abfindung, Fonsi aber nur 20 000 zahlen. Nach einer Stunde sind die Streithähne bei 58 000 Euro angekommen. Gleich zweimal wird die Verhandlung für 15 Minuten unterbrochen – die einstigen Freunde verhandeln auf den Fluren. Und Fonsis Kopf glüht immer heißer. „So viel Geld – mir blutet das Herz.“ Am Ende scheitert der Vergleich: F. will auch noch die Mehrwertsteuer – Fonsi bleibt stur. Also keine Einigung.

Richter Schneider sauer: „Das sind ja Szenen wie bei einer gescheiterten Ehe.“ Nun startet die Beweisaufnahme, Zeugen müssen aussagen – und der schmutzige Streit geht in die Verlängerung ...

Andreas Thieme

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