Kabashi: Abschiedsbrief aufgetaucht

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Besim Kabashi

München - Jetzt ist es quasi offiziell: Der Kickbox-Weltmeister Besim Kabashi hat sich umgebracht. Das wurde am Montag am Rande der Pressekonferenz für die Fight Night im Circus Krone (16. Dezember) bekannt.

Manager Steko Mladen bestätigte, dass Kabashis Bruder Samir einen Abschiedsbrief erhalten habe. Über den Inhalt schwieg Mladen: „Besims Bruder befindet sich zur Zeit in Albanien und wird den Brief nach seiner Rückkehr der Polizei geben“, sagte Mladen. Besim Kabashi wurde kürzlich in seinem Heimatland beigesetzt, Tausende nahmen Abschied. Angeblich existiert auch ein Video, auf dem der 35-Jährige eine Botschaft für seine Liebsten hinterließ.

Es war offenbar eine Vielzahl schwerer Sorgen, die Kabashi zur Verzweiflung getrieben hatten. Er soll massive finanzielle Probleme gehabt haben. Zudem musste er sich seit Ende November wegen ­gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Es ging um eine Schlägerei auf der Wiesn 2010. Im Augustiner-Zelt hatte der Superschwergewichtler im Rausch einen Kellner geschlagen, weil der ihm kein Bier mehr bringen wollte. Er konnte danach zwei Monate nicht mehr arbeiten.

Besim Kabashi schämte sich für diesen Aussetzer sehr. Offenbar hatte er Angst, dafür ins Gefängnis gehen zu müssen. Am 9. Dezember wäre die Urteilsverkündung gewesen. Damit war auch sein Auftritt bei der Fight Night in Gefahr. Als Kabashi am späten Abend des 3. Dezember gefunden wurde, atmete er kaum noch; er hatte händeweise Tabletten geschluckt. Am 4. Dezember um 17.30 Uhr verlor er im Krankenhaus seinen härtesten Kampf – den Kampf um sein Leben.

D. Plange

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