Während Auswärtsspiel

Kabinen-Klau bei den Wacker-Kickern

Beklaut: Bernd Klemm (v.l.), Norbert Bzunek, Daniel Vajstanac. Sein Handy ließen die Diebe da (zu alt)

München - Die Spieler des FC Wacker München haben am Sonntag eine böse Überraschung erlebt. Als sie nach Spielende in ihre Kabine zurückkommen, waren ihre Wertsachen gestohlen. Der Tathergang ist rätselhaft.

Nach ihrem 3:0-Auswärtserfolg beim FC Bosna i Hercegovina (Kreisklasse 5) wollten die Jungs einfach ihren Sieg feiern – aber als sie nach Spielende in die Kabine kamen, waren Handys und Geldbeutel weg.

„Die Diebe hatten es auf Dinge abgesehen, die richtig viel Geld einbringen! Mein altes Handy-Modell (Sony Ericsson) wollten sie nicht“, sagt Wacker-Kapitän Daniel Vajstanac (30). Stürmer Norbert Bzunek (23) hatte weniger Glück: Sein iPhone 5 ist futsch.

Zwei neuwertige Smartphones sind seit dem Spiel an der Dietramszeller Straße weg, zusammen mit dem geklauten Bargeld und den Karten beläuft sich der Schaden auf rund 3000 Euro. Die Polizei ermittelt.

Kabine war abgeschlossen

Spekulationen um den Tathergang gibt’s unter den Spielern genügend. Unstrittig ist, dass die Kabine abgeschlossen war, als die Wacker-Elf nach Spielende zurückkam. Und: Es waren keine Einbruchsspuren zu sehen. „Wir wollen den FC Bosna i Herzigovina aber in keinster Weise beschuldigen“, sagt Wacker-Trainer Bernd Klemm.

Nun hat auch der FC Bosna auf der Internetseite fußball-vorort.de Stellung bezogen: „Es gibt für jede Kabine nur einen Schlüssel. Diesen hatte der FC Wacker München erhalten. Als der erste Wackerer in der 60. Minute vom Platz flog, verschwand dieser mit dem Schlüssel in der Kabine. Nach Schlusspfiff waren urplötzlich alle Handys und Geldbeutel weg. Man sollte sich auf Wacker-Seite mal hinterfragen, warum.“ Trainer Bernd Klemm, von Beruf selber Polizei-Oberkommissar, schließt aber aus, dass ein Wacker-Spieler die eigenen Kollegen beklaut haben könnte.

Wacker-Coach vertraut auf Informanten-Netz

Der Wacker-Coach sagt: „Wir haben die Polizei gerufen und angeordnet, dass keiner unserer Spieler die Kabine verlassen darf!“ Dann durchsuchte die Polizei alle Taschen. Die Wertsachen blieben verschwunden. „Zum Glück war’s keiner von uns“, sagt Klemm.

Der Trainer ist zuversichtlich, die Täter doch noch zu schnappen. Darum unterstützt er seine Kollegen auch bei den Ermittlungen: „Vielleicht lässt sich eines der Handys orten. Oder ein Täter benutzt eine Kreditkarte, dann kriegen wir ihn!“ Außerdem vertraut Klemm auf das Informanten-Netz, das er sich als Polizist in Thalkirchen und Umgebung aufgebaut hat: „Vielleicht finde ich da jemanden, der plaudert.“

Tobias Scharnagl

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