13 Kameras gegen Taschendiebe

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Der Münchner Christkindlmarkt (Archivfoto)

München - Der Münchner Christkindlmarkt mit jährlich drei Millionen Besuchern zieht eben nicht nur freundliche Gäste an: Mit insgesamt 13 Überwachungskameras versucht die Münchner ­Polizei, den Christkindl-Taschendieben auf die Finger zu sehen.

Doch nur 23 der insgesamt 76 Diebstähle des letzten Jahres geschahen auf dem Markt selbst. 19-mal nutzten die Täter günstige Gelegenheiten in Kaufhäusern, zwölf Diebstähle geschahen in Gaststätten, sieben im U-Bahnbereich sowie zehn auf Straßen und Plätzen ringsherum. In fünf Fällen konnten sich die Opfer nicht erinnern, wo ihnen Geld, Handy oder gleich die ganze Tasche abhanden kamen.

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„Leider konnte keiner dieser 76 Diebstähle im letzten Jahr geklärt werden“, bedauerten der Chef der Altstadt-Polizeiinspektion 11, Josef Estner und sein Kripo-Kollege Christian Teichmann, neuer Chef des Kommissariates 65 für Trickbetrug. Was oft auch daran liegt, dass die Opfer den Diebstahl zu spät bemerken oder anzeigen: „Der Haupttäter ist die Gelegenheit“, warnte Polizeisprecher Wolfgang Wenger. Wer bei der Anprobe im Schuh- oder Klamottenladen seine Tasche aus den Augen lässt, ist bereits in Gefahr. Das Gleiche gilt für Gäste, die im Lokal Geld und Handy im Mantel vergessen oder im dichten Gedrängel ihre Taschen nicht schließen.

Bis zu 50 Bereitschaftspolizisten und speziell geschulte Taschendiebfahnder des Präsidiums werden heuer in der Innenstadt Streife gehen. „Wir sind präsent und sofort zur Stelle, wenn man uns ruft“, so Estner. Allzu Leichtsinnige werden von Polizisten auch persönlich angesprochen. Ihnen drücken die Beamten dann die „Rote Karte gegen Taschendiebe“ mit Präventions­tipps in die Hand.

Dorita Plange

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