Mehr Personal nötig

Kampf dem KVR-Stau: "Wartezeiten unzumutbar"

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Die Schlagen vor dem KVR sind vor allem im Sommer sehr lang.

München - Die Warteschlangen im KVR werden immer länger. Der Grund: Seit 21 Jahren muss das KVR allerdings sparen – was zur Folge hat, dass die Stellenzahl um zehn Prozent sank.

Am Dienstag musste der Chef der städtischen Ordnungsbehörde, Wilfried Blume-Beyerle, kleinlaut im zuständigen Stadtratsausschuss zugeben: „Die Wartezeiten sind unzumutbar. Nicht nur in den Bürgerbüros, sondern auch in der Zulassungsstelle oder der Ausländerbehörde.“ Die Fraktion aus FDP, HUT und Piraten hatte in einem Antrag „nicht zumutbare Verhältnisse“ beklagt.

Die Gründe: Alleine von 2000 bis 2011 stieg Münchens Einwohnerzahl um rund 162 000 Einwohner – so viel Menschen, wie in Regensburg und Starnberg insgesamt leben. Außerdem ziehen die München immer öfter innerhalb der Stadt um, und auch der Zustrom aus Südeuropa sowie die extrem hohen Flüchtlingszahlen sorgen für Mehrarbeit. Seit 21 Jahren muss das KVR allerdings sparen – was zur Folge hat, dass die Stellenzahl um zehn Prozent sank. Zwar wurden die Spar-Erlasse 2013 und 2014 ausgesetzt, dennoch kommen die Sachbearbeiter im KVR nicht mehr hinterher. Die Krankenquote ist mit 20,3 Arbeitstagen pro Jahr enorm hoch. Jetzt sollen die Qualifikationsschranken gesenkt werden, um mehr Personal zu bekommen. Nicht nur Verwaltungsfachkräfte können sich nun bewerben, sondern auch Kaufleute.

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