Kardinal Marx fordert mehr Mitgefühl

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Kardinal Reinhard Marx beim Weihnachtsgottesdienst

München - Kardinal Reinhard Marx hat am Heiligen Abend bei der Christmette in der Frauenkirche mehr Mitgefühl mit den Flüchtlingen in aller Welt angemahnt.

Die christliche Botschaft der Nächstenliebe müsse achtsam machen „für die Verletzungen und Wunden, für die Armen und für jene, die, wie es Papst Franziskus ausdrückt, an der Grenze leben“, sagte Marx am Heiligen Abend bei der Christmette in der Frauenkirche.

„Und dann können wir nicht mehr wegschauen, wenn mehr als 45 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind“, betonte der Erzbischof von München und Freising. Marx rief auch zu mehr Einfühlsamkeit gegenüber pflegebedürftigen und alten Menschen auf: „Es macht uns unruhig, dass viele Menschen im Alter unzureichend gepflegt werden, einsam sind und dement.“ Weihnachten müsse verstanden werden als „ein Lernprogramm, eine Schule der Barmherzigkeit, der Liebe und der Empfindsamkeit“. Dabei gehe es nicht um das Lernen von Wahrheiten, sondern um das Einüben von Beziehungen.

„Es geht nicht darum, etwas zu behaupten, sondern eine neue Lebensweise zu bezeugen. Dann kann das Evangelium wirksam und zur Quelle der Freude werden.“

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