Grünen mit neuer Personalie

Karrieresprung für Bäderchefin: Christine Kugler soll Klimaschutzreferentin werden

Christine Kugler soll neue Referentin für Klima- und Umweltschutz werden.
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Christine Kugler soll neue Referentin für Klima- und Umweltschutz werden.

Münchens Bäderchefin Christine Kugler (49) soll das neue Klima- und Umweltschutzreferat leiten. Darauf haben sich die Grünen verständigt, sie haben bei der Besetzung das Vorschlagsrecht. Der Stadtrat muss der Personalie noch zustimmen.

Münchens Referentenriege wächst. Christine Kugler (parteifrei) soll den Chefposten im neuen Referat für Klima- und Umweltschutz übernehmen. Die Grünen werden die 49-Jährige dem Stadtrat zur Wahl vorschlagen. Das gilt als Formalie, Grüne und SPD haben gemeinsam eine Mehrheit in dem Gremium. Kugler sagte unserer Zeitung: „Klima- und Umweltschutz sind meine Herzensthemen, die ich auch in den Jahren als Leiterin der M-Bäder eingebracht habe. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe und Herausforderung.“

Die Stadtwerke (SWM) bedauern das Ausscheiden Kuglers. die zum 1. Januar ihren Dienst antreten soll. Personalchef Werner Albrecht sagte: „Gleichzeitig respektieren wir aber die Entscheidung, die mit Blick auf ihr bisheriges Wirken folgerichtig ist und zu der wir ihr herzlich gratulieren.“

Die Besetzung des Referentenposten war notwendig geworden, weil die Rathauskoalition das Referat für Gesundheit und Umwelt aufgespaltet hat. Das Gesundheitsreferat übernimmt die ehemalige Stadtschulrätin Beatrix Zurek (SPD).

Kugler ist seit 2007 Leiterin der städtischen Schwimmbäder. Sie ist seit 2002 bei den SWM beschäftigt, seit 2004 in Führungsverantwortung und hat dort auch in der Entwicklung der Energiestrategie Erfahrungen gesammelt. Vor ihrer Zeit bei den Stadtwerken war die Verwaltungswissenschaftlerin von 1999 bis 2002 als energie- und umweltpolitische Referentin bei der Grünen angestellt.

„Christine Kugler ist die ideale Besetzung für das Referat für Klima- und Umweltschutz“, sagt Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne). „Sie ist führungserfahren, bestens vernetzt und verfügt über die nötige Fachexpertise.“ Als Münchens oberste Klimamanagerin werde sie in der Stadt eine der verantwortungsvollsten Aufgaben in diesem Jahrzehnt übernehmen.

Grünen-Chef Florian Roth sagte: „Auf Grund ihrer Ausbildung, ihres beruflichen Werdegangs und ihres persönlichen Engagements bietet sie die Gewähr dafür, dass der Klima- und Umweltschutz in München mit Mut, Entschlossenheit und mit dem erforderlichen Blick für das Mögliche angepackt werden.“ OB Dieter Reiter (SPD) sagte: „Ich schätze Frau Kugler seit vielen Jahren als kompetente Chefin der Münchner Bäder. Sie kennt sich auch im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz bestens aus.“ Sie sei daher eine geeignete Besetzung.

SPD-Chef Christian Müller freute sich, dass „unser Koalitionspartner in Christine Kugler eine langjährige leitende Mitarbeiterin der Stadtwerke München vorgeschlagen hat. Sie hat Führungserfahrung und kennt sich bestens mit Klimaschutz und Nachhaltigkeitsthemen aus.“

Die CSU war weniger euphorisch. Stadtrat Sebastian Schall sagte: „Wir nehmen den Vorschlag zur Kenntnis.“ Dem neuen Referat müsse es nun gelingen, Münchens Stadtverwaltung bis 2030 klimaneutral zu machen.

Das neue Referat soll zum 1. Januar seinen Dienst aufnehmen. Bisher sind 200 Stellen vorgesehen, im Dezember ist dazu aber noch eine Beschlussfassung geplant. Wo die Mitarbeiter untergebracht werden, steht noch nicht fest.

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