Sie starb an einer Rauchvergiftung

Der mysteriöse Tod der Schauspieler-Agentin

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Im Rampenlicht und Blitzlichtgewitter: Katharina Hasenknopf beim Deutschen Filmball in München mit Schauspieler Leon Boden

München - Warum starb die beliebte Schauspieler-Agentin Katharina Hasenknopf? Die Umstände ihres Todes sind mysteriös. So mysteriös, dass ihre Schwester die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat.

"Meine Schäfchen " nannte die Münchner Künstleragentin Katharina Hasenknopf liebevoll ihre Schützlinge. Doch jetzt müssen ihre Schauspieler ohne ihre engagierte Managerin auskommen. Katharina Hasenknopf starb in ihrer Wohnung in Obergiesing an einer Rauchgasvergiftung. Sie wurde nur 58 Jahre alt. Doch die Umstände ihres Todes sind mysteriös. So mysteriös, dass die Staatsanwaltschaft München I ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet hat.

„Es wird geprüft, ob ein Fremdverschulden vorliegt“, bestätigt Staatsanwalt Peter Preuß auf tz-Anfrage.

„Ihr Tod ist ein furchtbarer Verlust für uns“, sagt Schauspielerin Cornelia Corba. „Sie hat uns Schauspieler geliebt, uns viel Kraft gegeben. Sie war für mich eine große Stütze nach dem Tod meines Lebensgefahrten Thomas Fuchsberger.“ Auch im Internet trauern zahlreiche TV-Stars um Katharina Hasenknopf. „Mir fehlen die Worte, doch mein Herz erreicht das Deine und schickt Dir Liebe, Licht und Freude“, schreibt Schauspielerin Judith Hildebrandt, bekannt aus Sturm der Liebe.

Auch Susanna Wellenbrink (Die glückliche Familie, Marienhof) ist tief getroffen vom Tod der Künstleragentin: „Danke für alle Erinnerungen, die mich mit dir ewig verbinden. Und ich hoffe, du passt auf deine Schäfchen jetzt von oben auf.“

Auf den ersten Blick war es ein tragischer Unfall, der der liebenswerten Managerin das Leben kostete. Am frühen Morgen des 19. Februar, gegen 6 Uhr, alarmierte eine Nachbarin der 58-Jährigen die Feuerwehr. Sie hatte giftigen Qualm im Flur des Hauses bemerkt.

Die Retter fanden Katharina Hasenknopf in ihrer Wohnung. Sie lag leblos im Wohnzimmer. Ein Notarzt konnte sie zunächst noch wiederbeleben. Zwei Tage später aber hörte Katharina Hasenknopfs großes Herz auf zu schlagen. Die Mediziner stellten fest: Sie starb an einer tödlichen Rauchgasvergiftung.

Die Fahnder lokalisierten den Brandherd im Badezimmer. Hier hatte ein Kunststoffregal, vermutlich durch brennende Räucherkerzen, Feuer gefangen. Der Kunststoff glimmte stundenlang vor sich hin, entwickelte jedoch große Mengen giftigen Rauchs – das Todesurteil für die Künstleragentin.

Da jedoch eine Schwester von Katharina Hasenknopf an einen Unfall nicht glauben wollte, leitete die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren ein. Möglicherweise spielte dabei auch eine Rolle, dass sich die Münchnerin nach einem ungeklärten Überfall vor ein paar Jahren ständig bedroht fühlte...

jam

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