Weihnachtsaktion "Helft den Kindern im Senegal"

Katja Riemanns Appell an die tz-Leser

+
Seit 1999 besucht Katja Riemann immer wieder Projekte für Kinder im Senegal.

München - Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Weihnachtsaktion "Helft den Kindern im Senegal". Schauspielerin Katja Riemann erklärt, was Sie damit Gutes tun können.

Liebe Leser der tz!

In der diesjährigen Weihnachtsaktion der tz geht es um Kinder im Senegal im Besonderen. In der diesjährigen Weihnachtsaktion von Unicef Deutschland geht es um Kindersterblichkeit im Allgemeinen.

Dass man in einer Zeit wie dieser, wo es an allen Ecken beginnt zu schießen, in Syrien, in Goma (wo ich war), in Mali, weiterhin in Afghanistan, Irak, Somalia, Sudan, Israel und Palästina, sich fragt, was kann man tun, und warum für diese Hilfsorganisation, und warum ausgerechnet für den Senegal und für Kinder, und überhaupt, was geht mich Kindersterblichkeit an in der Eurokrise und so weiter, das kann ich wirklich verstehen. Es scheint, als gäbe es niemals Frieden, solange es Menschen gibt. Man scheint zu resignieren, angesichts dessen, was da draußen in der Welt, die nicht München, Bayern, Deutschland, Westeuropa heißt, an humanitärer Arbeit zu leisten ist.

Darum ist es vielleicht sinnvoll, präventiv zu denken, an Kinder zu denken, an die Chance, dass sie zum Beispiel leben. Überleben, Gesund leben! Zur Schule gehen, etwas lernen, die Welt kennenlernen, Zusammenhänge begreifen, umvielleichteinesTagesklüger zu sein als wir, und einen Unterschied, eine Veränderung oder Bewegung hervorbringen.

Ich glaube tatsächlich daran. Ich durfte Kinder kennenlernen, die so viel verstanden haben, aufgrund der bescheidenen Möglichkeiten, die um sie herum generiert wurden. Zumeist durch Hilfsorganisationen.

In den Senegal bin ich oft gefahren. Ich habe eine gute Freundin dort. Molly Melching, die seit über 30 Jahren dort lebt und als Streetworkerin begann und mittlerweile mit ihrer NGO Tostan, einem engen Partner von Unicef, unter den Top 100 der weltweiten Nicht-Regierungs- Organisationen (NGOs) rangiert.

Zu sehen, dass Kinder an vermeidbaren Krankheiten sterben, ist absurd. Vermeidbare Krankheiten, das sind zum Beispiel Malaria, Diarrhö oder Verletzungen, die sich entzünden, weil es keine Tetanus-Impfung gibt. Die Zahl der – vermeidbaren – Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren hat sich weltweit in den letzten 20 Jahren von mehr als 12 Millionen (1990) auf 6,9 Millionen (2011) fast halbiert – und zwar hauptsächlich dank einfacher Mittel wie Impfungen und Moskitonetze zum Schutz vor Malaria.

Ich darf seit 1999 bezeugen, wie das Wissen um Hygiene oder die Ausbildung in Sachen Organisation einer Dorfgemeinschaft, wie der Dialog zwischen Männern und Frauen ein Dorf, eine Region im Senegal völlig veränderte.

Das Recht auf Leben ist universell. Kriege nicht nur zu beenden, sondern möglichst nicht entstehen zu lassen, vermag eine Idee sein, der man sich unter Umständen anschließen könnte.

Dass das nur geht, wenn man lebt, ist offensichtlich. Dass das besser geht, wenn man nicht sein Lebtag an Infektionen krankt, aufgrund von beispielsweise Beschneidung der Geschlechtsorgane der Mädchen oder anderen Krankheiten, die durch Mangelernährung entstehen können, oder das Fehlen von Impfungen, die bei uns Pflicht sind, erscheint verständlich.

Dass das am besten geht, wenn man die Möglichkeit auf Bildung hat, die nicht nur Lesen und Schreiben durch Drill bedeutet, sondern auch Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen oder Männern und Frauen, wäre vielleicht das Ziel.

Sie, verehrte Damen und Herren verhelfen mit Ihrer Spende an Unicef den Kindern im Senegal, genau diesem Ziel etwasnäherzukommen,unddafürdanke ich Ihnen von Herzen und wünsche Ihnen friedliche, gemütliche und weiße Weihnachten.

Katja Riemann

Die Unicef-Konten

Für Ihre Überweisung brauchen Sie kein Stichwort, da auf die Konten nur die Spenden der tz-Leser eingehen. Bis 100 Euro gilt ihr Einzahlungsbeleg als Spendenquittung, bei höheren Beträgen schickt Ihnen Unicef eine Bescheinigung zu.

Der Erlös geht zum Beispiel an Projekte in der Region Matam in der Sahelzone, wo Tausende Kinder von Mangelernährung betroffen sind.

Stadtsparkasse München

Kto.-Nr. 26 35 25

BLZ 701 500 00

Commerzbank

Kto.-Nr. 326 90 00 00

BLZ 700 800 00

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Kita-Finder wird verbessert: Das ändert sich für Eltern
Kita-Finder wird verbessert: Das ändert sich für Eltern

Kommentare