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Wetter-Chaos in Bayern: Lkw-Unfall auf der A8 – Autobahn bei München voll gesperrt

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Von: Tanja Kipke, Lukas Schierlinger

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Das Winterwetter sorgt auch am Donnerstag für gewaltige Verkehrsbeeinträchtigungen in Bayern. Die A8 in Richtung München war am Morgen voll gesperrt.

Update vom 15. Dezember, 7.55 Uhr: Auf der A8 kam es im Kreis Dachau aufgrund der Wetterverhältnisse zu einem Unfall (siehe vorheriges Update). Auch der Zugverkehr wird nun teilweise eingeschränkt.

„Aufgrund der gestrigen Witterungsverhältnisse haben wir etliche beschädigte Fahrzeuge“, berichtet Go Ahead am Morgen in einer Pressemitteilung. Seit Sonntag fährt das britische Unternehmen auf der Strecke München–Augsburg mit Weiterführung Richtung Ulm und Donauwörth. „Go-Ahead Bayern wird heute morgen den Zugverkehr mit deutlichen Einschränkungen starten“, heißt es.

Weitere kurzfristige Ausfälle seien möglich. „Auch in den nächsten Tagen kann es noch zu Einschränkungen kommen, bis die Fahrzeuge wieder voll im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden können. Es hat sich gezeigt, dass besonders die Fahrzeuge im Augsburger Netz dem Blitzeis nicht gewachsen waren“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wetter-Chaos in Bayern: Lkw-Unfall auf der A8 – Autobahn bei München voll gesperrt

Update, 15. Dezember, 6.50 Uhr: Das Wetter-Chaos in Bayern hält auch am Donnerstagmorgen weiter an. Der DWD warnt weiterhin in vielen Landkreisen vor Eisregen und Glatteis – insbesondere im südlichen und östlichen Alpenvorland. Hier besteht laut dem DWD eine „Gefahr für Leib und Leben durch schlagartig gefrierenden Regen“. Fahrten und Aufenthalte im Freien sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Der Wetterdienst rechnet mit starken Verkehrsbehinderungen.

In den frühen Morgenstunden hat sich auf der Autobahn A8 bei Odelzhausen im Kreis Dachau bereits ein Lkw-Unfall ereignet. Auf schneebedeckter Straße kam der Lastwagen ins Schlingern, woraufhin der Anhänger umkippte. Laut einer Polizeimitteilung ist die A8 in Richtung München „momentan voll gesperrt“. Die Bergungsarbeiten könnten noch einige Stunden dauern, hieß es darin. Eine Umleitung wurde eingerichtet, allerdings müssten Autofahrer auch dort aufgrund der Wetterverhältnisse mit Wartezeiten rechnen.

In Bayern kippte ein Lkw auf der A8 um. Die Autobahn in Richtung München ist voll gesperrt. (Symbolbild)
In Bayern kippte ein Lkw auf der A8 um. Die Autobahn in Richtung München ist voll gesperrt. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

Wetter-Chaos in Bayern: Regionalzüge bleiben auf offener Strecke liegen, mehrere Verbindungen eingestellt

Update, 14. Dezember, 20.06 Uhr: Die Deutsche Bahn musste den Regionalverkehr zwischen München und Buchloe wetterbedingt zeitweise einstellen. Mehrere Regionalzüge des Eisenbahnunternehmens Go-Ahead blieben am Mittwochnachmittag wegen Blitzeises liegen, zum Teil sogar auf offener Strecke. „Wir können daher den Betrieb derzeit nur noch auf der Strecke Memmingen - Lindau aufrechterhalten und mussten alle anderen Strecken vorübergehend einstellen“, hieß es in einer Mitteilung von Go-Ahead.

Flüge am Flughafen München gecancelt: Entwarnung am frühen Abend

Update, 14. Dezember, 18.18 Uhr: Passagiere am Münchner Flughafen dürfen aufatmen. „Starts und Landungen sind nun wieder auf beiden Bahnen möglich“, verkündete der Airport soeben via Twitter. Auch die Enteisung der Flugzeuge konnte demnach wieder aufgenommen werden.

Update, 14. Dezember, 17.36 Uhr: Inzwischen sind es rund 150 Flüge, die abgesagt worden seien, präzisierte ein Sprecher des Münchner Flughafens nun, „und es können auch noch mehr werden“.

Update, 14. Dezember, 17.11 Uhr: Glatteis in der Stadt - München wurde zur Rutschpartie! Schuld waren Regen und gefrorene Straßen. Die bildeten eine ganz feine Eisschicht. Der Deutsche Wetterdienst setzte eine Unwetterwarnung ab. Auch am Donnerstag gilt: äußerst vorsichtig sein.

Update, 14. Dezember, 16.21 Uhr: Aktuell informiert der Flughafen München via Twitter, dass Landungen auf der Nordbahn inzwischen wieder möglich seien, aber „leider noch keine Starts“. Aufgrund gefrierenden Regens sei derzeit eine „Luftfahrzeugenteisung“ nicht möglich, hieß es.

Flughafen München: Wetter-Chaos sorgt für große Beeinträchtigungen

Update 14. Dezember, 15.15 Uhr: Der DWD warnt mit Alarmstufe rot derzeit in zahlreichen Landkreisen in Bayern vor Glatteis (siehe vorige Updates). Der Eisregen beeinträchtigt jetzt auch den Flugverkehr am Münchner Flughafen. Es konnten am Mittwochnachmittag am Münchner Flughafen vorläufig keine Flugzeuge starten und landen. 133 Flüge seien abgesagt, 26 umgeleitet worden, sagte ein Sprecher des Flughafens der Deutschen Presse-Agentur.

Die gesamte Crew des Airports sei mit 150 Räumfahrzeugen im Einsatz, um die beiden Start- und Landebahnen schnellstmöglich wieder freigeben zu können. Allerdings sei man dabei auf die Hilfe der Natur angewiesen. „Wenn kein gefrierender Regen mehr fällt, ist so eine Start- und Landebahn innerhalb von 20 bis 25 Minuten wieder benutzbar“, sagte der Sprecher. Wann dies der Fall sein könnte, blieb zunächst unklar.

Update, 14. Dezember, 14.17 Uhr: Die Temperaturen bleiben auch Mittags im Minusbereich und sorgen so weiter für Glatteis und Frost. Alarmstufe Rot samt Glatteis-Warnung gilt für mehrere Kreise und Städte in Bayern. Diese sind im Moment betroffen:

Unwetter-Warnung für Bayern: Diese Landkreise sind aktuell betroffen

Update, 14. Dezember, 10.57 Uhr: In München wurden soeben alle Friedhöfe wegen Glatteis gesperrt. Derweil laufen die ersten Unfallmeldungen ein. Aktuell ist beispielsweise die Isarbrücke in Bad Tölz nach einem Unfall gesperrt.

Update, 14. Dezember, 10.01 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetterwarnung auf weitere Regionen in Bayern ausgeweitet. Betroffen sind zusätzlich zu den unten genannten Landkreisen nun auch München und Umland sowie Augsburg und Umgebung. Auch die Warnapp Katwarn hat ausgelöst. Nachfolgend eine Liste der zusätzlich betroffenen Landkreise. Für die bisherigen Landkreise dauert die Unwetterwarnung an (zur Liste geht‘s hier).

In den roten Gebieten kann es sehr sehr glatt werden.
In den roten Gebieten kann es sehr sehr glatt werden. © Peter Kneffel/dpa

Unwetterwarnung für Bayern: Katwarn warnt für diese Landkreise

Update, 14. Dezember, 6.33 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung für mehrere Landkreise herausgegeben. Darin wird vor Glatteis durch gefrierenden Regen, auch Blitzeis genannt, gewarnt. Die Unwetterwarnung der Stufe drei von vier möglichen Stufen gilt für ganz Südbayern vom Allgäu bis nach Rosenheim.

Blitzeis-Warnung für Bayern: Auf der Straßen kann es sehr gefährlich werden

Der DWD schreibt zu den möglichen Gefahren: „Gefahr für Leib und Leben durch schlagartig gefrierenden Regen.“ Vermeiden Sie Fahrten, gehen Sie am besten gar nicht nach draußen, wenn nur sehr vorsichtig und im Verkehr mit angepasster Geschwindigkeit.

Unwetter-Warnung für Süden Bayerns: Diese Landkreise und Städte sind betroffen

Erstmeldung, 13. Dezember, 14 Uhr: München – Der Winter hält weiter in Bayern Einzug. Am Wochenende freuten sich Wintersportfans über eine Menge Schnee, sogar in München blieb eine dünne Schicht liegen. Die Temperaturen haben sich ebenfalls der Jahreszeit angepasst und bereits seit einigen Tagen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Bayern mit einer amtlichen Warnung vor Frost. Im Osten Bayerns gilt sogar Stufe 2, „strenger Frost“ tritt hier auf, bei Temperaturen zwischen -9 und -11 Grad. Jetzt hat der DWD sogar eine Vorabinformation Unwetter herausgegeben.

Wetter in Bayern: DWD warnt vor Glatteis – „Es kann zu Schäden an Stromleitungen kommen“

Von Mittwochnacht (14. Dezember), 0 Uhr, bis Donnerstag, 9 Uhr, warnt der DWD im Süden Bayerns vor Glatteis. Betroffen sind die Landkreise an der Grenze zu Österreich, sowie das Alpenvorland bis hoch nach München. Der Grund: „In der Nacht zum Mittwoch ziehen aus Südwesten Niederschläge auf, die zunächst zum Teil noch als Schnee fallen, rasch aber in gefrierenden Regen übergehen.“ Es müsse daher verbreitet mit Glatteis gerechnet werden. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der gefrierende Regen teils über viele Stunden hinweg anhält“, heißt es in der Warnung weiter.

Der DWD warnt vor Glatteis: In den Wädern besteht daher die Gefahr von Eisbruch.
Der DWD warnt vor Glatteis: In den Wäldern besteht daher die Gefahr von Eisbruch. © Arne Dedert/dpa

„In der Folge sind massive Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr zu erwarten. Zudem kann es zu Schäden an der Infrastruktur, wie zum Beispiel an Strommasten und -leitungen, kommen.“ Stromausfälle wären dann die Folge. In Wäldern besteht zudem die Gefahr von Eisbruch. Äste können dadurch herunterkrachen, Spaziergänger sollten daher äußerst vorsichtig sein.

Weiße Weihnachten? Wetter-Experte sieht „berühmt-berüchtigtes Tauwetter“ kommen

Meteorologe Dominik Jung von wetter.net spricht in seiner jüngsten Vorhersage von „Eisregen und Schnee“. Auf der Zugspitze soll es -21,8 Grad geben. In seiner Prognose blickt Jung auch auf die Wetterlage nach dem 4. Advent. In der Weihnachtswoche soll es offenbar wieder deutlich wärmer werden. „Das berühmt-berüchtigte Weihnachtstauwetter kommt“, so Jung. Die kalten Luftmassen werden aus Deutschland verdrängt, aktuell sieht es nicht nach weißen Weihnachten aus.

Die Wetterkarte für Heiligabend lässt aber noch einen kleinen Funken Hoffnung zu. Derzeit sieht es danach aus, dass zum Weihnachtsfest nochmals kalte Luftmassen vom Osten nach Bayern kommen. Es könnte also zumindest im östlichen Bayern schneien. (tkip)

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