Katze in Not - schwierige Rettungsaktion

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München - Glück hatte eine Katze in München. Sie war in eine gefährliche Situation geraten - und die Rettungsaktion war gar nicht so leicht.

Als am Donnerstag die Angestellten der Spatenbrauerei um 6 Uhr morgens ihre Tätigkeit aufnehmen wollten, hörten sie ein klägliches Miauen. Auf der Suche nach der Herkunft des erbärmlichen Klagens, wurden sie beim Lastenaufzug fündig. Eine Katze lag auf dem hinteren Ende eines Förderbandes, welches direkt zum Lastenaufzug führt. Das Förderband besteht aus hintereinanderliegenden Walzen. Am Ende dieses Rollbandes, in dem Bereich, in dem sich die Katze befand, geht es fünf Meter in die Tiefe. Beim näheren Hinsehen sahen die Finder, dass die Samtpfote mit zwei Beinen zwischen den letzten beiden Rollen des Förderbandes eingeklemmt war. Mit Mühe und Not gelang es den Männern die linke Vorderpfote zu befreien, dabei biss die Katze jedoch ihrem Helfer in die Hand. Daraufhin wurde die "Aktion Tier - Tierrettung München" gerufen.

Die Katze wehrte sich - was die Rettung erschwerte

Die Katze kam mit Schürfwunden davon.

Vor Ort versuchte die Tierärztin Dr. Sylvia Haghayegh die Katze zu befreien, was zunächst nicht gelang, da das Tier sich vor Schmerzen krümmte und um sich schlug. Es bestand die Gefahr, dass die Katze sich mit diesen wilden Aktionen selbst doch noch befreit, dabei aber in die Tiefe stürzte. Die Angestellten versuchten in der Dunkelheit mit einer aufwändigen Rettungsaktion die Schrauben zu lösen, mit denen die Walzen befestigt sind. Doch die Katze schlug so um sich, dass es möglich schien, dass sich das eingeklemmte Bein immer tiefer zwischen die Rollen des Förderbandes schiebt. Trotz der lebensgefährlichen Unterkühlung (32,4°C) blieb nichts anderes übrig, als die Katze in Narkose zu legen. Jetzt endlich konnte eine Schraube gelöst und die Walze ein wenig auseinandergeschoben werden. Dr. Haghayegh nutzte die Chance und zog das verletze Bein aus der Klemme. Vorsichtig tastete die Veterinärin das Bein der Katze nach einem eventuellen Bruch ab - doch anscheinend sind die Knochen alle heil geblieben. Nur ein paar oberflächliche Schürfwunden waren das Resultat.

Da die Katze weder tätowiert noch gechipt war, stellte sich nun die Frage, wem die Katze gehört. Und nun geschieht das zweite Wunder. Die Katzenhalterin, die ihr fünf Jahre altes Tier bereits seit dem 9. November vermisste und ihre Katze durch Zettel und Anrufe schon überall hat suchen lassen, erhielt den Tipp, auch in der chirurgischen Abteilung der Tierklinik nachzufragen, was sie genau am gestrigen Tag machte. Damit hatten sich Katze und Frauchen wieder.

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