Darum gab's Sonntag kein Frühstück in Münchens Hotels

München - Warnstreik im Frühstücksraum: Vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für das bayerische Hotel- und Gaststättengewerbe haben Beschäftigte in mehreren Münchner Hotels die Arbeit zeitweise ruhen lassen.

In mehreren Münchner Hotels haben die Beschäftigten am Sonntagmorgen die Arbeit niedergelegt. Betroffen war nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) der Frühstücksservice in den Häusern. Mit dem Warnstreik wollte die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen erhöhen. Etwa 75 Beschäftigte hätten sich an dem Ausstand beteiligt, sagte NGG-Landesbezirkschef Hans Hartl. „Das ist eine deutliche Ansage an die Arbeitgeber.“ An diesem Montag (8. April) kommt die NGG zur zweiten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern zusammen.

Die Gewerkschaft fordert für die etwa 180 000 Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes in Bayern monatlich 120 Euro mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit. Auszubildende sollten 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für überzogen. Für die unteren Einkommensgruppen entsprächen sie Erhöhungen um 8 Prozent und bei den Auszubildenden sogar um 20 Prozent, erklärte der bayerische Hotel- und Gaststättenverband nach der ersten Verhandlungsrunde. 2012 sei zwar ein sehr gutes Jahr für die Branche gewesen, doch zeichne sich bereits eine schwächere Entwicklung für dieses Jahr ab.

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Die Arbeitgeber boten stattdessen 1,8 Prozent mehr Geld sowie weitere 1,6 Prozent nach zwölf Monaten bei zwei Jahren Laufzeit an. Hartl nannte dieses Angebot „mager“ und sprach von einer Provokation. Sollte es am Montag nicht zu einer Einigung kommen, will die Gewerkschaft den Druck mit weiteren Warnstreiks erhöhen. Auch während der Baumesse Bauma, die am 15. April in München beginnt, seien dann Aktionen denkbar.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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