Zahlreiche Einsätze

Kein Osterfrieden an Münchner Bahnhöfen

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Bei der Rangelei mit einem 19-Jährigen und der Bundespolizei gingen die Dachziegel auf diesem Mauersims zu Bruch.

München - Von wegen Osterfrieden: Zahlreiche Einsätze an Bahnhöfen und S-Bahn-Haltestellen gab es für die Münchner Polizei während der Feiertage.

Am Karfreitag bekamen sich zwei Betrunkene am Hauptbahnhof in die Haare, meldet die Bundespolizei am Montag. Ein 44-Jähriger hatte einen 27-Jährigen um Geld angebettelt und kassierte dafür nach kurzer Diskussion einen Faustschlag ins Gesicht. Nun muss sich der Täter wegen Körperverletzung verantworten.

Alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte dann am Karsamstag. Bereits am Vormittag belästigte ein 28-Jähriger die Fahrgäste am Pasinger Bahnhof. Als er von Beamten des Bahnhofs verwiesen wurde, ging der Störenfried den Angaben zufolge auf sie los und verletzte einen 27-jährigen Polizisten.

An der Haltestelle Olching wurde gegen 20.40 Uhr ein 19-Jähriger bei einer Kontrolle ohne Fahrschein erwischt und versuchte abzuhauen. Der Schwarzfahrer ging auf einen Bahnmitarbeiter los, der versuchte ihn festzuhalten. Nun erwartet ihn eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Kurz nach Mitternacht kam es zu einer handfesten Auseinandersetzung vor dem Eingang eines Schnellimbisses in der Bayerstraße. Ein betrunkener 60-Jähriger ging mit einem Gürtel auf einen 33-jährigen Angestellten los, der ihm zuvor Hausverbot erteilt hatte. Der Mitarbeiter konnte seinem Gegner den Gürtel abnehmen und schlug dann selbst damit zu. Jetzt müssen sich beide Streithähne wegen Körperverletzung verantworten.

Besonders aggressiv war ein 19-jähriger Unterhachinger, der in der Nacht auf Samstag mit extremen Stimmungsschwankungen am Ostbahnhof aufgefallen war. Da eine "Selbst- und Fremdgefährdung" laut Bundespolizei München nicht ausgeschlossen werden konnte, nahmen die Beamten den jungen Störenfried mit auf die Wache. Dort schlug er mehrmals gegen das Inventar, beschimpfte die Einsatzkräfte und verweigerte die Alkoholkontrolle. Als die Polizei ihn später zuhause bei seiner Mutter abliefern wollte, randalierte der 19-Jährige erneut, schlug mit dem Kopf gegen die Scheiben des Streifenwagens und versuchte die Beamten zu beißen. Als der Mann aus dem Auto gezogen wurde, gingen bei dem Gerangel neben einem Mauersims mehrere Dachziegel zu Bruch (siehe Foto).

Auch am Sonntag wurden die Beamten mehrmals zur Hilfe gerufen. Ein 28-Jähriger weigerte sich trotz mehrmaligen Aufforderungen der Bundespolizei den Hauptbahnhof zu verlassen und schlug auf die Beamten ein.

Auf der Galerie im Hauptbahnhof gerieten ein Bahnmitarbeiter und ein 45-Jähriger gegen 22.45 Uhr in Streit. Beim folgenden Gerangel stürzten die Streithähne den Treppenabgang hinunter. Dabei verletzte sich der 45-Jährige an der Nase, Hand und Hüfte.

Am Ostbahnhof gerieten am Nachmittag gegen 17.15 Uhr ein betrunkener Perlacher (45) und ein 30-Jähriger in handfesten Streit und mussten von einer Streife getrennt werden.

Gegen 4.20 Uhr wurde aus einem Spaß im Tunneldurchgang am Ostbahnhof bitterer Ernst. Ein 19-Jähriger beleidigte "aus Spaß" eine Bekannte, worauf ihn ein 27-jähriger Nürnberger ansprach. Ein Begleiter des 19-Jährigen schlug dem Nürnberger mit der Faust ins Gesicht und brach ihm dabei das Nasenbein.

vh

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