Jüdische Gruppen protestieren

Keine Allianz Arena in New York

In New York wird es keine Allianz Arena geben.
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In New York wird es keine Allianz Arena geben.

Newark/München - Die Münchner Allianz Arena bleibt einzigartig. Pläne, auch in New York ein Stadion mit dem Namen der Versicherung zu schmücken, haben sich jetzt zerschlagen.

Nach Protesten jüdischer Gruppen wegen der Rolle der Allianz im nationalsozialistischen Deutschland brachen die beiden Football-Vereine New York Giants und New York Jets ihre Verhandlungen mit dem deutschen Versicherungskonzern über die Namensrechte für das geplante neue Stadion ab.

Die jüdische Anti-Defamation League hatte in ihrer offiziellen Stellungnahme geschrieben: „Es ist eine Beleidigung für das Andenken an die Holocaust Opfer, das Stadion nach der Allianz zu benennen; einer Firma, die eine Rolle in Hitlers Endlösung spielte.“ Und: „Die Region New York beherbergt viele Überlebende des Holocaust und deren Familien. Wir hoffen, dass die Besitzer der Teams dieses bei der Entscheidung über die Namensrechte einkalkulieren.“ Fans hatten den Vereinen sogar schon gedroht, die geplante Eröffnung zu boykottieren. Dennoch wollten die Vereinsbosse die Verhandlungen mit der Allianz zunächst nicht beenden.

Die Stadiongesellschaft The New Meadowlands Stadium erklärte am Freitag, die Gespräche mit der Allianz seien beendet, man werde jetzt mit anderen Interessenten weiter verhandeln.

Das neue Stadion soll am Rand von New York im US-Staat New Jersey gebaut und für die Saison 2010 fertiggestellt werden. Allianz-Vertreter bestätigten das Ende der Verhandlungen. 30 Millionen Dollar im Jahr hätten die Namensrechte wohl gekostet.

ds.

Quelle: tz

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