Die tz verrät die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihr Zuhause urlaubssicher machen

Keine Chance für Einbrecher

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Urlaubszeit ist auch Einbruchszeit.

München - Es ist eine beängstigende Vorstellung: Während man selbst gemütlich am Mittelmeerstrand döst, wird zuhause gerade die Wohnung von Gangstern ausgeräumt.

Jedes Jahr zur Ferienzeit schlagen die Langfinger wieder zu. Urlaubszeit – Einbruchszeit.

Alleine im vergangenen Jahr gab es in München 1129 Einbrüche in Wohnräume, wie die Statistik zeigt. Aber Halt! Die Langfinger lassen sich erfolgreich aussperren und abschrecken. „Die Einbrüche in Privathaushalte haben in den letzten Jahren abgenommen – das hat auch damit zu tun, dass sich immer mehr Bürger schützen“, erklärt Heinrich Hauner von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Vor zehn Jahren schlugen die Diebe nämlich noch 1971 Mal im Stadtgebiet zu. Die tz verrät alle Tipps, die Sie wissen müssen, um ihren Urlaub und auch die Rückkehr genießen zu können:

Tipp 1:Bevor Sie in den Urlaub fahren, stellen Sie sicher, dass alle Aufstiegshilfen für Einbrecher entfernt sind. Die Langfinger kommen meist nicht durch die Haustür, sondern oft über Balkone oder Fenster. Also Gartenmöbel, Leitern, Rankgerüste und Werkzeug im Garten wegsperren.

Tipp 2:Vertrauenswürdige Nachbarn über den Urlaub informieren. Denn eine aktive Nachbarschaft ist ein unverzichtbarer Sicherheitsfaktor fürs eigene Heim. Durch wachsame Bekannte konnten beispielsweise in Bayern in einem Jahr 186 Einbrüche verhindert werden.

Tipp 3:Jemanden den überquellenden Briefkasten leeren lassen. Der ist nämlich ein unübersehbares Zeichen für Diebe: „Hier ist keiner daheim!“

Tipp 4:Ähnliches gilt für den Anrufbeantworter. Nie draufsprechen, dass Sie im Urlaub sind und erst in drei Wochen wiederkommen. Am besten ganz ausschalten.

Tipp 5:Natürlich Fenster und Türen schließen. Auch nichts kippen – das ist für Diebe eine Einladung. Auch nur ins Schloss gezogenen Türen können Gangster blitzschnell öffnen. Zudem zahlt dann bei einem Einbruch keine Versicherung.

Tipp 6:Nie die Rollladen tagsüber herunterlassen. Bitten Sie jemanden, diese nur nachts zu schließen. Auch gut: Elektrische Rollladen mit einer Zeitschaltuhr.

Tipp 7: Licht ist der Feind jedes Diebes. Also einbruchgefährdete Bereiche (Terrassenbereich, Vordertür, Kellertreppe etc.) beleuchten. Praktisch ist ein schwer erreichbarer Bewegungsmelder. Die gibt es schon für wenig Geld in jedem Baumarkt.

Tipp 8:Die Außensteckdosen immer von innen abschalten. Sie wollen ja den Dieben nicht auch noch den Strom für ihre Bohrmaschine liefern.

Tipp 9:Zeitschaltuhren im Haus anbringen. Ein laufendes Radio (jeden Abend zu einer anderen Zeit) oder ein brennendes Küchenlicht gaukeln vor, dass jemand zu Hause ist. Über die Zeitschaltuhr aber den befreundeten Nachbarn informieren – nicht, dass dieser die Polizei ruft, weil er denkt, Einbrecher haben das Licht eingeschaltet.

Tipp 10: Nie den Ersatzschlüssel irgendwo verstecken – im Blumentopf oder gar unter dem Fußabstreifer. Diebe kennen alle typischen Verstecke. Außerdem könnten Sie dabei beobachtet worden sein, wie Sie den Schlüssel hinterlegen. Lieber den Ersatzschlüssel guten Freunden geben – auch wenn die ein paar Straßen weiter wohnen.

Tipp 11:Ein zweites Schloss in der Eingangstür ist empfehlenswert. Es bietet zusätzlichen Schutz und ist günstig zu haben.

Tipp 12:Schmuck und Wertsachen in ein Bankschließfach bringen. Das mag etwas aufwendig sein, aber es lohnt sich.

Tipp 13:Die Polizei berät Bürger kostenfrei, wie sie ihr Haus einbruchssicher machen können. Wer sich für eine Beratung interessiert, meldet sich unter der Telefonnummer 089/2910-3430 – dann schicken die Beamten schnell ein Team von Experten vorbei. Diese haben auch eine Liste mit guten Handwerkern, die professionelle Umbauten vornehmen können. Das muss dann natürlich selbst bezahlt werden.

AGE

Quelle: tz

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