Keine Einigung: Es bleibt beim Notfahrplan

Notfahrplan: Die Pendler brauchen weiterhin viel Geduld

München - Die Fronten im Tarifkonflikt sind verhärtet: Zwischen der GDL und den Verkehrsbetrieben zeichnet sich keine Einigung ab. Folge für die Pendler: Es bleibt beim Notfahrplan in München.

Auch nach der Einigung auf neue Verhandlungen im Tarifkonflikt des bayerischen Nahverkehrs lehnen die Arbeitgeber die Forderungen der DBB Tarifunion weiter ab. Man habe Gespräche vereinbart, mehr nicht, betonte der Verhandlungsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Bayern (KAV), Reinhard Büttner, am Freitag in München. “Es gibt keine Angebote. An unserer Position hat sich nichts geändert. Mehr als den Verdi-Abschluss gibt es nicht.“

Am Vorabend war bekanntgeworden, dass Arbeitgeber und DBB Tarifunion nach sieben Wochen Pause an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen. Die Gespräche sollen am kommenden Mittwoch in München stattfinden, wie KAV-Geschäftsführer Armin Augat der Nachrichtenagentur dpa sagte. Die DBB Tarifunion führt die Gespräche stellvertretend für die Gewerkschaft GDL. Sie hatte diese im August für gescheitert erklärt, nachdem sie sich anders als Verdi nicht auf einen Tarifabschluss für den Nahverkehr einigen konnte.

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Die DBB Tarifunion vertritt bayernweit rund 1000 der 6500 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr, für die der mit Verdi erzielte Abschluss über 3,5 Prozent mehr Geld nicht gilt. Nach einer Urabstimmung hatten GDL und DBB Tarifunion mehrfach zu Streiks aufgerufen, die den Nahverkehr in München, Augsburg und Nürnberg behinderten.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft reagierte darauf mit einem Notfahrplan, dessen Aussetzung Willi Russ am Vorabend gefordert hatte. Dagegen erklärte KAV-Geschäftsführer Armin Augat am Freitag: “Wer noch vor Beginn weiterer Gespräche, um die die DBB Tarifunion/GDL nachgesucht hat, in der Öffentlichkeit seine Vorbedingungen für diese verbreitet, konterkariert seinen Einigungswillen.“

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