Münchner Jurist vor Gericht

Anwalt ohne Robe: Keine Einigung im Prozess

Augsburg - Im Prozess um eine fehlende Anwaltsrobe ist eine gütliche Einigung vor dem Landgericht Augsburg gescheitert. Den Vorschlag des Richters lehnten beide Parteien am Dienstag ab.

„Ich bin an Geld nicht interessiert“, sagte der Münchner Anwalt Norman Synek. Er hat den Freistaat Bayern verklagt und macht Fahrtkosten und Verdienstausfall geltend.

Synek geht es jedoch um mehr. Im November 2014 war er in einem Zivilprozess vor dem Augsburger Amtsgericht ohne Robe erschienen. Der Richter weigerte sich daraufhin, die Verhandlung durchzuführen, schickte die Beteiligten nach Hause und setzte einen neuen Termin an.

Synek sieht in dem Verhalten des Richters eine amtliche Pflichtverletzung. Nach seiner Auffassung sind Anwälte nicht verpflichtet, beim Amtsgericht in Zivilsachen eine Robe zu tragen. Die mündliche Verhandlung am Landgericht war bereits nach wenigen Minuten beendet. Der beklagte Freistaat Bayern hat beantragt, die Klage abzuweisen. Eine Entscheidung will das Landgericht am 30. Juni verkünden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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