U-Bahnhof Silberhornstraße

„Kein tragbarer Umgang“: Kontrolleurin soll Buben angeschrien haben - MVG prüft Vorfall

Am U-Bahnhof Silberhornstraße soll eine Kontrolleurin ausgerastet sein.
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Am U-Bahnhof Silberhornstraße soll eine Kontrolleurin ausgerastet sein.

„Das war kein tragbarer Umgang mit minderjährigen Fahrgästen“: Eine AfD-Stadträtin erhebt Vorwürfe gegen eine Kontrolleurin der MVG.

München - Eine Fahrkartenkontrolleurin der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) soll am Freitag, 9. Juli, im U-Bahnhof Silberhornstraße auf einen rund zehn Jahre alten Bub eingeschrien haben. Das zumindest berichtet AfD-Stadträtin Iris Wassill in einer Anfrage an die Verwaltung.“Die Politikerin sei um 12.55 Uhr auf die Situation aufmerksam geworden, der Kleine habe vor der Kontrolleurin auf dem Boden gekniet und geweint. Er sei ohne Fahrschein unterwegs gewesen.

Die Kontrolleurin habe den Buben immer wieder angeschrien und ihm vorgeworfen, er sei davongerannt. Sie sei bei der Verfolgung gestürzt und habe sich am Knie verletzt. Kameras hätten das alles aufgezeichnet, die Polizei käme jetzt - und dann werde er schon sehen, was passiere, soll die Frau gesagt haben.

München: Minderjähriger zu hart angegangen? „Kein tragbarer Umgang“

Der Bub erwiderte, er wolle nach Hause, so Wassill. Dann sei die U-Bahnwache erschienen, habe den Schüler beruhigt und ihn mitgenommen. Die Stadträtin aus München* sagt nun, dass die Szene Zweifel an der Eignung der Dame als Kontrolleurin aufkommen lasse. „Das war kein tragbarer Umgang mit minderjährigen Fahrgästen, egal ob diese einen Fahrschein haben oder nicht.“

Der Sprecher der Verkehrsbetriebe, Johannes Boos, erwiderte auf Anfrage unserer Zeitung: „Unsere Fahrausweisprüfer sind für Konfliktsituationen geschult. Daher können wir uns nur schwer vorstellen, dass sich die Situation wie beschrieben abgespielt hat. Sollte es dennoch so gewesen sein, wäre das Verhalten der Kontrolleurin natürlich nicht akzeptabel.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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