Wirtschaftsausschuss entscheidet

Es bleibt dabei: Keine Fahrradstraße am Viktualienmarkt

Die Kustermannfahrbahn wird nicht als reine Fahrradstraße ausgewiesen. Darauf hat sich am Dienstag der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft verständigt.

München - Auf der Strecke entlang des Viktualienmarktes werden mithin weiter sowohl Busse und Taxen fahren als auch Fußgänger und Radfahrer sich bewegen.

Hintergrund für die Idee mit der Fahrradstraße war, dass die Fußgängerzone erweitert, der Abschnitt Dienerstraße-Marienplatz-Rindermarkt sodann für Radfahrer gesperrt wurde. Die neue Nord-Süd-Querung führt eben über die Kustermannfahrbahn, die aber ebenfalls von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für den Bus 132 genutzt wird. Und die MVG weigert sich, die Strecke weiterhin zu bedienen, sollte sie als reine Fahrradstraße gewidmet werden.

Das hat sicherheitsrechtliche Gründe: Passiert ein Unfall, könnte die Stadt haftbar gemacht werden. „Da verstehe ich auch die Busfahrer“, sagte CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl. Simone Burger (SPD) ergänzte: „Dann wäre das Alte Rathaus abgeschnitten.“ Die Grünen nahmen die Debatte zum Anlass, ein altes Fass erneut zu öffnen. Sie forderten in einem Änderungsantrag, besagten Abschnitt erneut für Radfahrer zu öffnen. „Die Probleme auf der Kustermannfahrbahn resultieren eben aus der Schließung des Marienplatzes“, sagte Stadträtin Katrin Habenschaden. Die übrigen Fraktionen lehnten dies jedoch ab. Tobias Ruff (ÖDP): „Wir haben die Baustelle am Hugendubel. Da sollte man abwarten, bis die fertig ist. Dann kann man sich der Diskussion erneut stellen.“

ska

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