Keine Sozialwohnungen mehr

Messestadt läuft Sturm gegen neues Bauprojekt

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Ein Blick auf die Messestadt

München - Nach dem Riesenwirbel will die Stadt bei einem weiteren Bauabschnitt am U-Bahnhof Messestadt Ost bei bis zu 500 geplanten Apartments ganz auf Sozialwohnungen verzichten. Die Politik stimmt zu.

Was hat der Bericht des Sozialreferats vom März für einen Wirbel ausgelöst: In der Messestadt seit wortwörtlich eine „Ghettoisierung“ zu befürchten – wenn sich nichts ändert. Und schon ändert sich etwas: Bei einem weiteren Bauabschnitt am U-Bahnhof Messestadt Ost will die Stadt bei bis zu 500 geplanten Apartments ganz auf Sozialwohnungen verzichten. Die Politik stimmt zu.

Die Stadträte sind in den vergangenen Tagen von den Nachbarn mit E-Mails bombardiert worden: Sie sollen dem neuen Bebauungsplan am Ende der Willy-Brandt-Allee nicht zustimmen! Der örtliche SPD-Stadtrat Ingo Mittermaier wunderte sich: Schließlich verzichte die Stadt auf die selbst verordneten 20 Prozent Sozialwohnungen, stattdessen sollen frei finanzierte Apartments und geförderte Wohnungen für mittlere Einkommen entstehen. „Mehr kann man nicht reagieren.“ Außerdem bekommen die Messestädter endlich den geforderten Discounter.

„Es kocht vor Ort“, erklärte der Truderinger CSU-Mann Georg Kronawitter. Die Nachbarn seien gegen die „Monokultur“. Außerdem sei das Gelände in der ursprünglichen Planung mit Büros zehn Jahre nicht verkäuflich gewesen. Noch eine Forderung könnte umgesetzt werden: Der Bau einer Realschule wird geprüft. Außerdem muss die Verwaltung mehr Informationen über eine dritte Grundschule liefert.

DAC

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