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Das Feuer riss sie aus dem Schlaf

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Kellerbrand an der Einsteinstraße: Die Münchner Feuerwehr musste 26 Bewohner retten.

München - Ein Brand im Osten Münchens hat in der Nacht zum Mittwoch großen Schaden angerichtet. Wie die Feuerwehr mitteilte, brach das Feuer im Keller des Hauses aus und verursachte enormen Rauch.

Und plötzlich klingelte es an der Tür. Es muss irgendwann zwischen ein und zwei Uhr nachts gewesen sein, als Florian Wagner (36) und Michaela Baier (26) aus dem Schlaf gerissen wurden. „Wir wissen nicht, wer es war. Aber als wir die Tür öffneten, war da überall Rauch im Treppenhaus. Eine richtige schwarze Wand“, erinnert sich Wagner. Dass es sich dabei um einen ausgedehnten Kellerbrand handelte, das erfuhren die beiden erst später. Schnell habe er die Tür wieder zugemacht und die Fenster aufgerissen, so Wagner. Draußen war die Einsteinstraße in blaues Licht getaucht, sagt Anwohner Franz Sackstetter, der durch den Rauchgestank geweckt wurde und auf die Straße eilte. Dort waren bereits Löschzüge der Feuerwehr und die Polizei dabei, das Gebäude zu evakuieren. 26 Bewohner wurden aus dem Haus geholt, fünf mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus – Rauchvergiftung! „Es lief alles sehr ruhig und diszipliniert ab“, sagt Sackstetter.

Bilder vom Feuerwehreinsatz

Bilder vom Feuerwehreinsatz

Wagner und Baier, die in der zweiten Etage des Hauses wohnen, kamen derweil über eine Drehleiter aus dem Haus. „Ich war sehr nervös, aber die Feuerwehrmänner haben uns schnell beruhigt“, sagt Michaela Baier. Auch ihre Katzen Garfield und Maya wurden gerettet. Immerhin ein kleiner Trost nach dem nächtlichen Schock: Die Wohnung ist weiterhin bewohnbar. Die Feuerwehr benötigte nach eigenen Angaben eine knappe Stunde, um den Brand in dem unübersichtlichen Kellerabteil zu löschen. 60 Einsatzkräfte waren nötig – 25 davon mit schwerem Atemschutz und Mehrzweckstahlrohren zum Löschen, Absuchen und Kontrollieren des Gebäudes ausgestattet. Außerdem stellten die Feuerwehrler zwei große Lüfter ins Treppenhaus. Der Gestank aber war Mittwoch Mittag noch deutlich zu riechen.

Die Feuerwehr schätzt: Insgesamt ist ein Sachschaden von rund 100 000 Euro entstanden. Die Brandursache? Noch unklar.

Besonders bitter ist der Brand für die Gaststätte „Bray’ers“. Der Betrieb hatte erst Ende März wieder geöffnet, nachdem wegen eines Wasserschadens monatelang geschlossen war. Wann das Lokal jetzt wieder öffnen kann, ist ungewiss. 

 Benjamin Fiege

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