1500 Euro pro Fahrt

180 Kilo Drogen geschmuggelt: Kuriere vor Gericht

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Pro Drogen-Fahrt kassierte Mischa H. 1500 Euro. Jetzt steht er vor Gericht.

München - Zwei Drogenkuriere sollen über mehrere Monate 180 Kilo Marihuana und Haschisch nach Deutschland geschmuggelt haben. Nun stehen die beiden vor Gericht.

1500 Euro nahm Mischa H. (41) pro Kurierfahrt ein – schnelles Geld. Immerhin verdiente der Niederländer in seinem Job bei einer Wassersportfirma nur 1200 Euro im Monat. Noch dazu hat er Schulden in fünfstelliger Höhe.

Doch Anfang 2013 kam die Polizei seinen illegalen Machenschaften auf die Schliche. Der Mann und sein Komplize Jan L. (62) sollen über Monate hinweg 180 Kilo Marihuana und Haschisch für eine Bande nach Deutschland geschmuggelt haben. Ihre Auftraggeber machten damit in München das große Geschäft. Seit Dienstag müssen sich die Handlanger deshalb vor dem Münchner Landgericht I verantworten.

Seit 1993 nimmt er "ein bisschen Hasch vor dem Schlafengehen"

Drei Fahrten wirft die Staatsanwaltschaft den Männern vor. Mischa H., der nach eigener Aussage seit 1993 „ein bisschen Hasch vor dem Schlafengehen“ nimmt, soll sie logistisch geplant, die Fahrer angeworben und die Fahrzeuge beladen haben.

Letzteres bestritt der Beschuldigte, er gab jedoch zu: „Ich bin vorausgefahren, um die anderen vor Polizeikontrollen zu warnen.“ Dazu habe er mit seinem Auftraggeber telefonisch Kontakt gehalten. Die Fahrzeuge hätten er und L. vorher in Deutschland geliehen. Der Prozess ist auf vier Tage angelegt.

Alessandro Capasso

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