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Kinder, Eltern und Lehrer erzählen

Heute ist erster Schultag: Darauf freuen wir uns

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Auf in den neuen Lebensabschnitt: Leonhard und Benjamin auf dem Weg zur Schule, der Papa winkt zum Abschied.

München - Jetzt beginnt er, der Ernst des Lebens. Rund 107.900 Kinder in Bayern haben am Donnerstag ihren ersten Schultag – allein in München gibt’s heuer über 10.000 ABC-Schützen.

Allein in München gibt’s heuer 10.446 ABC-Schützen, die jetzt in insgesamt 132 Grundschulen loslegen. Und auch für die Größeren geht’s wieder zur Sache: Insgesamt rund 1,7 Millionen Schüler gibt’s in ganz Bayern.

Logisch: Da ist eine gute Portion Aufregung dabei. Und schade, dass die Sommerferien vorbei sind, eh klar. Aber: Das neue Schuljahr bietet auch vieles, worauf man sich freuen kann – und wir reden da nicht bloß von der Schultüte.

Wir haben bei Lehrern, Eltern und Schülern der Grund- und Mittelschule Poing nachgefragt.

Schüler: Sport wird toll

Für Leonhard Rösl (6) aus Poing ist heute der große Tag. Er kommt in die erste Klasse und hat schon auf die Einschulung hingefiebert. „Ich habe keine Angst vor der Schule, denn ich kenne schon viele Mitschüler aus dem Kindergarten. Und ich kenne die Lehrerin schon aus dem Ort. Sie ist sehr nett“, sagt Leonhard. Worauf er sich am meisten freut? „Auf den Sport und das Mittagessen!“ Außerdem ist er bestens vorbereitet: Sein älterer Bruder Benedikt (8), der in die vierte Klasse kommt, hat ihm schon Lesen und Schreiben beigebracht. Die Schulbücher und das gefüllte Federmäppchen passen perfekt in den neuen Schulranzen, der Leonhards ganzer Stolz ist. „Er zeigt ganz viele Motorräder in der Wüste“, sagt er. Passend dazu hat er eine Sporttasche. Nur was in der Schultüte ist, bleibt bis zum Ende des ersten Schultages ein Geheimnis …

Eltern: Neue Aufgaben

Petra Schulz (52) ist Mutter des zwölfjährigen Adrian, der in die Siebte kommt. Zu Beginn des neuen Schuljahrs ändert sich viel: „Mein Sohn hat ab diesem Schuljahr M-Kurse. Das bedeutet, dass er in einem normalen Klassenverband alle Fächer besucht. Lediglich die Hauptfächer Mathematik, Deutsch und Englisch werden in separaten Kursen unterrichtet“, erklärt Petra Schulz. M-Kurse werden von Schülern besucht, die die Mittlere Reife anstreben. Ob es Konflikte ­zwischen den Schülern wegen Leistungsunterschieden innerhalb der Klasse gibt? „Nein. Es gibt keine Zwei-Klassen­gesellschaft. Dafür sorgt auch die Schulpsychologin.“

Lehrer: Die Chemie muss stimmen

Sybille Mundt (58)

übernimmt ab heute eine sogenannte Ganztagsklasse. Auf die neue Herausforderung freut sie sich: „Das Verhältnis zwischen den Schülern der 7a und mir wird sehr familiär und persönlich, weil wir den ganzen Tag miteinander verbringen.“ Um dieses Verhältnis zu stärken, hat sie eine Klassenfahrt nach Thalhausen (Gemeinde Kranzberg) zu Beginn des Schuljahres organisiert. „Wir werden uns selbst versorgen, über Mobbing sprechen und einen Film drehen“, sagt die Lehrerin. Auch die Eltern sind gefragt: Ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen hilft Mundt, private Probleme der Schüler zu verstehen. Und natürlich soll der Spaß nicht zu kurz kommen. „Wenn die Kinder gern in die Schule gehen, haben sie weniger Probleme, den Lernstoff zu bewältigen“, sagt sie. Und: „Durch individuelle Förderung motiviere ich die Schüler.“

Franziska Zimmerer

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