Flaucherfranzl fordert „Gefährdungsampel“

So kann man doch kein Kind nennen! Harte Strafen für Münchner Eltern müssen jetzt folgen

Flaucherfranzl im Tierpark
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Über die Namen vieler Münchner Kinder kann der Flaucherfranzl nur noch den Kopf schütteln.

Sofort das Kindergeld streichen! tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl schimpft über Eltern, die den Nachwuchs mit hirnrissigen Namen ins Leben schicken.

„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.“ Das war einmal das drängendste Problem am Münchner Namensmarkt. Fast sehnsüchtig denkt der Flaucherfranzl zurück. Heute ist die schreckliche Realität eine andere. Sie heißt Lysander, Tyrion oder Cataleya. Wie spricht man das eigentlich aus? Die Verwandtschaft in Niederbayern freut sich über Hinweise.

Hirnrissige Kindernamen in München: Gefährlicher Trend erfasst komplette Stadt

Es lohnt sich einmal zu lauschen, wenn der Haidhauser Integrationskindergarten einen Ausflug zum Spielplatz macht. „Yorick, leg das iPhone weg“, schallt es, „Paulette, komm da runter.“ Und Pino hat sein Hummus-Sandwich im Sandkasten vergraben. Überhöhter Chai-Latte-Konsum hat die namensfindenden Hirnpartien der zuständigen Eltern vollständig lahmgelegt.

Hauptsache, der Name passt gut auf die aufwändig gestaltete Geburtskarte aus Recyclingpapier. Einen Tag nach Erhalt schmeißt die eh jeder weg. Keiner will wissen, dass Paulette mit 250 Gramm Übergewicht auf die Welt gekommen ist.

Inzwischen hat der traurige Trend ganz München erfasst. Vor wenigen Tagen wäre der Franzl bei seinem morgendlichen Gang zum Bäcker beinahe über den Haufen geradelt worden. Als dringend tatverdächtig galt ein rotzfrecher Liam. Und das nur einen Steinwurf vom Schlachthof entfernt!

München: Namensampel könnte verschiedene „Gefährdungsstufen“ definieren

Es reicht! Der Flaucherfranzl beantragt von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die sofortige Einführung einer Namensampel. Mit ihr ließen sich die Namen der Münchner Babys in drei „Gefährdungsstufen“ unterteilen - losgelöst von der Inzidenz beim Geburtstermin. Bei einem Lysander würde die Ampel sofort auf Dunkelrot springen. Eltern, die ihren Sohn tatsächlich so nennen, muss mit sofortiger Wirkung das Kindergeld gestrichen werden.

Mit einem ganzjährigen Lastenradfahrverbot werden Familien belegt, die der Alarmstufe Rot zuzuordnen sind. Etwa solche, die einen Levin oder eine Celeste auf der Welt begrüßen. Auf Gelb springt die Namensampel, sollten weitere Noahs oder Emilias die Landeshauptstadt „bereichern“. Verantwortliche Erziehungsberechtigte dürfen das Glockenbachviertel nur noch aus „triftigen Gründen“ betreten. Ein sonntäglicher Brunch zählt nicht dazu.

Finden Eltern auch den Namen ihres Zweitgeborenen auf der Gefährdungsampel wieder, müssen drakonische Strafen folgen. Einige hat der Flaucherfranzl bereits erarbeitet:

  • In Bowlform servierte Gerichte werden nur noch ausgegeben, sollte ein ärztliches Attest vorliegen
  • Wiesn-Besuche sind lediglich im Fünfjahresrhythmus gestattet
  • Der Aperol-Spritz-Konsum im öffentlichen Raum wird untersagt

In unregelmäßigen Abständen beleuchtet tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl gesellschaftliche Entwicklungen in der Landeshauptstadt auf tz.de/muenchen. Jüngst dachte er an wilde Party-Nächte im „Willenlos“ zurück.

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