Hausmann soll Stieftochter jahrelang missbraucht haben

Kinderpornos entlarven Sex-Täter

Als der Stiefvater im Knast saß, packte das Mädchen im Gespräch mit Verwandten aus.

Kinderpornos waren seine große Leidenschaft. Rund 13 000 dieser ekelhaften Bilddateien hatte sich der 47-Jährige aus dem Internet heruntergeladen, als ihm die Polizei aus die Schliche kam. Erst nachdem er deshalb ins Gefängnis musste, packte seine heute 13-jährige Stieftochter aus: Er hatte sie nach ihrer Aussage vom fünften Lebensjahr an jahrelang auf widerliche Weise missbraucht!

Die meiste Zeit spielte er den Hausmann, während seine Ehefrau als Kinderkrankenschwester arbeiten ging. Seine Vorstrafen hatte er seiner Frau, die 1999 einen Sohn und eine Tochter mit in die Ehe brachte, verschwiegen. Das Verhältnis kühlte im Lauf der Jahre ab. Die Frau regte sich vor allem darüber auf, dass er den Haushalt vernachlässigt habe und lieber viel Zeit am Computer verbrachte.Was er am Bildschirm trieb, erfuhr die Frau erst später. Ihr Ehemann hatte nämlich einen Hang zu Kinderpornos. 15 000 Euro ließ er sich das kosten. Dreimal wurde er deshalb verurteilt. Im 2004 musste er für ein halbes Jahr in den Knast, unter anderem auch deshalb, weil er die Schmuddel-Bilder weiterverkaufte.

. Erst zaghaft, schließlich hatte er dem Kind immer wieder eingebläut, niemandem davon etwas zu erzählen, da sonst etwas schlimmes passieren werde. Immer wenn der Bruder und die Mutter nicht im Haus gewesen seien, so das Mädchen später bei der polizeilichen Vernehmung, sei er zu ihm ins Bett gekrochen oder habe es mit in die Badewanne genommen. Der Staatsanwalt: „Das Kind konnte die Übergriffe nicht einordnen und schwieg aus Scham.

Der Angeklagte bestreitet die ihm zur Last gelegten Taten. Er sei ein sanfter Mensch und würde niemals einem Kind drohen, behauptet er. Und die vielen Kinderpornos? „Die haben mich nie wirklich interessiert“, sagt Paul D..

Der Prozess geht weiter.

Quelle: tz

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